Die Elenden sollen essen

BWV 075 // para el primer domingo después de la Trinidad

(Comerán los humildes y serán saciados) para soprano, alto, tenor y bajo, conjunto vocal, oboe I y II (también oboe d’amore), trompeta, cuerdas y bajo continuo

La obra en el año litúrgico

Compuesto

para el primer domingo después de la Trinidad

Próxima fecha el

07. junio 2026

En 84 días


Todas las obras para esta ocasión

Perícopas para el domingo

Las perícopas reflejan las lecturas bíblicas de cada domingo del año litúrgico para el cual J. S. Bach compuso. Más información sobre las perícopas. Más información sobre las pericopas.

Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, dass mich kein Fall stürzen wird, wie gross er ist.

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe völlig bei uns, dass wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. So jemand spricht: «Ich liebe Gott», und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? Und dies Gebot haben wir von ihm, dass wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.

Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwären und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schwären. Es begab sich aber, dass der Arme starb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoss. Der Reiche aber starb und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoss. Und er rief und sprach: «Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, dass er das Äusserste seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme.» Abraham aber sprach: «Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine grosse Kluft befestigt, dass die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren.» Da sprach er: «So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, dass er ihnen bezeuge, auf dass sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.» Abraham aber sprach zu ihm: «Sie haben Mose und die Propheten; lass sie dieselben hören.» Er aber sprach: «Nein, Vater Abraham! Sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Busse tun.» Er sprach zu ihm: «Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufstünde.»

Vídeo

Escuchen y vean la introducción, el concierto y la reflexión por completo.

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«Lutzograma» sobre el taller introductorio

Manuscrito de Rudolf Lutz sobre el taller
Download (PDF)

Artistas

Coro

Soprano
Alice Borciani, Jennifer Ribeiro Rudin, Noëmi Sohn Nad, Baiba Urka, Alexa Vogel, Mirjam Wernli

Alto
Antonia Frey, Katharina Guglhör, Laura Kull, Simon Savoy, Sarah Widmer

Tenor
Zacharie Fogal, Manuel Gerber, Nicolas Savoy

Bajo
Jean-Christophe Groffe, Grégoire May, Daniel Pérez, Julian Redlin

Orquesta

Dirección
Rudolf Lutz

Violín
Renate Steinmann, Andrea Brunner, Patricia Do, Elisabeth Kohler Gomes, Olivia Schenkel, Salome Zimmermann

Viola
Susanna Hefti, Claire Foltzer, Stella Mahrenholz

Violoncello
Alex Jellici, Hristo Kouzmanov

Violone
Markus Bernhard

Oboe
Clara Hamberger, Philipp Wagner

Fagot
Susann Landert

Trompeta
Patrick Henrichs

Cémbalo
Thomas Leininger

Órgano
Nicola Cumer

Director musical

Rudolf Lutz

Taller introductorio

Participantes
Rudolf Lutz, Pfr. Niklaus Peter

Reflexión

Orador
Christiane Tietz

Grabación y edición

Año de grabación
20/02/2026

Lugar de grabación
Trogen AR (Suiza) // Iglesia Evangélica

Ingeniero de sonido
Stefan Ritzenthaler

Productor
Meinrad Keel

Productor ejecutivo
Johannes Widmer

Productor
GALLUS MEDIA AG, Schweiz

Producción
J. S. Bach-Stiftung, St. Gallen, Schweiz

Sobre la obra

Libretista

Primera interpretación
30 de mayo de 1723, toma de posesión de Bach como Thomaskantor en Leipzig

Texto
Poeta desconocido
Movimiento 1: Salmo 22, 27
Movimientos 7 y 14: estrofas 5 y 6 de «Was Gott tut, das ist wohlgetan» de Samuel Rodigast
Movimiento 6: Paul Eber, hacia 1570

Texto de la obra y comentarios teológico-musicales

Erster Teil

1. Chor

Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden, und die nach dem Herrn fragen, werden ihn preisen. Euer Herz soll ewiglich leben.

2. Rezitativ — Bass

Was hilft des Purpurs Majestät,
da sie vergeht?
Was hilft der größte Überfluß,
weil alles, so wir sehen,
verschwinden muß?
Was hilft der Kitzel eitler Sinnen,
denn unser Leib muß selbst von hinnen?
Ach, wie geschwind ist es geschehen,
daß Reichtum, Wollust, Pracht
den Geist zur Hölle macht!

3. Arie — Tenor

Mein Jesus soll mein alles sein!
Mein Purpur ist sein teures Blut,
er selbst mein allerhöchstes Gut,
und seines Geistes Liebesglut
mein allersüßster Freudenwein.

4. Rezitativ — Tenor

Gott stürzet und erhöhet
in Zeit und Ewigkeit.
Wer in der Welt den Himmel sucht,
wird dort verflucht.
Wer aber hier die Hölle überstehet,
wird dort erfreut.

5. Arie — Sopran

Ich nehme mein Leiden mit Freuden auf mich.
Wer Lazarus’ Plagen
geduldig ertragen,
den nehmen die Engel zu sich.

6. Rezitativ — Sopran

Indes schenkt Gott ein gut Gewissen,
dabei ein Christe kann
ein kleines Gut mit großer Lust genießen.
Ja, führt er auch durch lange Not
zum Tod,
so ist es doch am Ende wohlgetan.

7. Choral

Was Gott tut, das ist wohlgetan;
muß ich den Kelch gleich schmecken,
der bitter ist nach meinem Wahn,
laß ich mich doch nicht schrecken,
weil doch zuletzt
ich werd ergötzt
mit süßem Trost im Herzen;
da weichen alle Schmerzen.

Zweiter Teil

8. Sinfonia

9. Rezitativ — Alt

Nur eines kränkt
ein christliches Gemüte:
wenn es an seines Geistes Armut denkt.
Es gläubt zwar Gottes Güte,
die alles neu erschafft;
doch mangelt ihm die Kraft,
dem überirdschen Leben
das Wachstum und die Frucht zu geben.

10. Arie — Alt

Jesus macht mich geistlich reich.
Kann ich seinen Geist empfangen,
will ich weiter nichts verlangen;
denn mein Leben wächst zugleich.
Jesus macht mich geistlich reich.

11. Rezitativ — Bass

Wer nur in Jesu bleibt,
die Selbstverleugnung treibt,
daß er in Gottes Liebe
sich gläubig übe,
hat, wenn das Irdische verschwunden,
sich selbst und Gott gefunden.

12. Arie — Bass

Mein Herze glaubt und liebt.
Denn Jesu süße Flammen,
aus den’ die meinen stammen,
gehn über mich zusammen,
weil er sich mir ergibt.

13. Rezitativ — Tenor

O Armut, der kein Reichtum gleicht!
wenn aus dem Herzen
die ganze Welt entweicht
und Jesus nur allein regiert.
So wird ein Christ zu Gott geführt!
Gib, Gott, daß wir es nicht verscherzen!

14. Choral

Was Gott tut, das ist wohlgetan,
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben;
so wird Gott mich
ganz väterlich
in seinen Armen halten;
drum laß ich ihn nur walten.

Reflexión

Este texto ha sido traducido con DeepL (www.deepl.com).

Christiane Tietz

El padre gemía y se quejaba. Llevaba meses postrado en cama. Hacía tiempo que ya no podía desempeñar su ministerio como pastor. Los dolores de cabeza eran cada vez más fuertes. No dejaba de vomitar horriblemente. La madre le reveló a una amiga que el médico le había diagnosticado una «enfermedad cerebral», pero trató de tranquilizarse: «Confiamos, junto al buen Dios, en el hábil médico que nos dio la mejor esperanza para su recuperación y piadosa expresión, si es la voluntad de Dios».[1] Como no mejoraba, la madre volvió a escribir a su amiga: Ahora se aprende «a apreciar y conocer aún más la necesidad de tener un padre celestial amoroso, cuya mano ayudadora es la única que puede cambiar todo para mejor».[2]

Pronto, el padre ya no podía ver nada. La madre seguía esperando una mejoría: «Ahora bien, nada es imposible para Dios y, por eso, encomendamos una y otra vez a nuestro buen sufridor a su protección y a su misericordiosa ayuda».[3] Pero tras unas semanas miserables en el lecho de muerte en su casa, en las que el padre gritaba de dolor, falleció el 30 de julio de 1849. Su hijo había vivido de cerca la enfermedad de su padre. Tenía cuatro años. Su nombre: Friedrich Nietzsche.

Unos años más tarde, en sus primeras memorias juveniles, Friedrich Nietzsche describió con detalle la enfermedad de su padre y el día de su muerte. El funeral le resultó angustioso: «El sonido sordo» del repique de campanas «nunca se borrará de mi oído, nunca olvidaré la melancólica melodía de la canción «Jesu, meine Zuversicht»». Las palabras del párroco en la tumba de « » también fueron «sordas». El niño trató de consolarse: «Un alma creyente perdió la tierra, un alma contemplativa fue recibida por el cielo».[4]

Las palabras de la soprano que acabamos de escuchar reflejan la devoción con la que también creció Friedrich Nietzsche: «Acepto mi sufrimiento con alegría». Se le educó para aceptar con alegría el sufrimiento y la muerte de su padre como obra de Dios. Nietzsche aprendió: «Lo que Dios hace, está bien hecho». El cáliz que me ha sido dado beber me sabe amargo. Pero, según dice la cantata, esto es mi locura, mi error. Porque, en última instancia, lo decisivo no es la vida aquí en la tierra, sino la vida allí en el cielo.

Las experiencias de la infancia de Nietzsche lo llevaron a filosofar. Se preguntaba: si Dios es quien dejó morir a su padre de forma tan miserable, ¿puede Dios ser tan amoroso como le habían enseñado su madre y su padre? A los doce años escribió su primer texto filosófico como respuesta a esta pregunta. En él, Nietzsche inventó su propia Trinidad: Dios se piensa a sí mismo y con ello crea al Hijo, la segunda persona de la divinidad, porque lo que Dios piensa se convierte en realidad. Sin embargo, para poder comprenderse a sí mismo, Dios también debe pensar, es decir, crear a su opuesto: el diablo. Así, para el niño, la Trinidad de Dios no estaba formada por el Padre, el Hijo y el Espíritu Santo, como en la tradición cristiana, sino por el Padre, el Hijo y el diablo. Para Nietzsche, el diablo es esencial y forma parte de Dios desde el principio. Si algo tan terrible como la muerte del padre proviene de Dios, entonces Dios no puede ser solo bueno. Entonces, el mal también forma parte de Dios.

En sus poemas juveniles, Nietzsche expresó por primera vez sus dudas sobre Dios. Al principio, el adolescente seguía escribiendo al estilo antiguo: «Déjame contemplar eternamente tu rostro / Llévame contigo; / … hágase tu voluntad», pero inmediatamente añadía: «¿Puedo confiar?».[5] Más tarde, ante el sufrimiento del mundo, el filósofo adulto exclamó: «La única excusa de Dios es que no existe».[6] Finalmente, exultó liberado: «¡Dios ha muerto! Dios permanece muerto. Y nosotros lo hemos matado».[7]

La crítica de Nietzsche al cristianismo también incluía su crítica a la evasión del mundo por parte de los cristianos. Consideraba que debía observar lo siguiente: la esperanza en el más allá se convierte rápidamente en una consolación en el más allá. El más acá es entonces solo un valle de lágrimas que hay que atravesar antes de entrar en las delicias celestiales. La responsabilidad y la configuración del mundo son superfluas. La resignación piadosa ante el sufrimiento y el quietismo que se cruza de brazos son hermanos. Nietzsche opinaba que solo el ateo era capaz de configurar este mundo de forma responsable, resistirse a los abusos y hacer frente al sufrimiento. Porque solo el ateo no responsabiliza a Dios de todo lo que ocurre en el mundo.

Puedo entender las dudas de Nietzsche y su camino hacia el ateísmo. En su familia faltaba la confrontación con la experiencia del sufrimiento. Ninguna queja. Ninguna pregunta a Dios: «Dios mío, ¿por qué me has abandonado?».

Pero, ¿solo hay dos alternativas: la resignación piadosa ante el sufrimiento, como en el caso de los padres de Nietzsche, y el ateísmo agresivo, como en el caso de su hijo? ¿Hay que renunciar a la fe en Dios para poder resistir las injusticias del mundo?

Retomo las palabras del coral que acabamos de escuchar: «Lo que Dios hace, está bien hecho». Nietzsche aprendió que Dios lo hace todo. Por eso, a partir de la ambivalencia del mundo, concluyó que Dios también era ambivalente: si el mundo no es solo bueno, entonces Dios tampoco puede ser solo bueno. Ese fue el comienzo de su duda. Al final de ella, llegó a la conclusión de que Dios no existía.

Como teóloga, me ha preocupado una y otra vez la cuestión de si la percepción honesta del sufrimiento en el mundo es compatible con la fe en Dios. Me preguntaba: ¿Dios lo hace todo? ¿Dios provocó los campos de concentración en los que fueron asesinados 6 millones de judíos, 500 000 gitanos y romaníes y muchas otras personas? ¿Dios provocó el tsunami en el océano Índico, en el que murieron más de 200 000 personas?

Sí, Nietzsche tiene razón: muchas cosas en este mundo contradicen la existencia de un Dios bueno. Hay una contradicción entre muchas cosas en este mundo y la existencia de un Dios bueno. Pero el ser humano puede lamentar su sufrimiento ante este Dios. Y este Dios sufre con los seres humanos cuando estos sufren. Y este Dios contradice muchos aspectos de este mundo. Este Dios bueno dice no al asesinato y a la guerra, a la pobreza y a la injusticia.

La fe en este Dios permite nombrar la contradicción entre el sufrimiento y Dios. Permite quejarse a Dios por el sufrimiento. Y la fe tiene un poder contrafactual, que protesta contra la realidad y no se conforma con las circunstancias. La fe se aferra a la idea de que Dios sigue siendo benevolente con este mundo y sus habitantes, aunque por el momento haya pocos indicios de ello.

He encontrado la fuerza de resistencia de la fe especialmente en el teólogo Dietrich Bonhoeffer. Durante el nacionalsocialismo, fue una de las mentes más importantes de la llamada Iglesia Confesante, la parte de la Iglesia Evangélica en Alemania que se opuso a la influencia del nacionalsocialismo. Más tarde se unió a un grupo de resistentes políticos que intentaron eliminar por la fuerza a Adolf Hitler. Pocas semanas antes del final de la guerra, Bonhoeffer fue asesinado en un campo de concentración.

Su texto más famoso es un poema: «Von guten Mächten» (De las buenas fuerzas), con la conmovedora séptima estrofa: «Maravillosamente protegidos por las buenas fuerzas, esperamos con confianza lo que pueda venir. Dios está con nosotros por la tarde y por la mañana, y sin duda alguna cada nuevo día».[8] Bonhoeffer escribió el poema en la Navidad de 1944. Llevaba casi dos años encarcelado por los nazis.

La tercera estrofa comienza con palabras que recuerdan al coral de Bach: «Y si nos das la copa pesada, la amarga, / del sufrimiento, llena hasta el borde». A diferencia del coral que acabamos de escuchar, la copa no solo sabe amarga «por mi locura». La copa es amarga. Bonhoeffer no edulcora nada. Es un sufrimiento profundo el que le espera a Bonhoeffer, que contaba con su pronta ejecución, y a su familia.

Lo que Bonhoeffer formula a continuación me parece una exigencia excesiva: si nos das el cáliz amargo, «lo tomaremos con gratitud y sin temblar / de tu mano buena y amada».

La clave para entenderlo es la mano bondadosa y amada de Dios. Bonhoeffer confiaba en que Dios estaba cerca de él en todo momento. Dios no le arrojó la vida a los pies como una imposición que tenía que afrontar solo. No, Dios lo llevó y lo acompañó. Bonhoeffer creía, como confesó en otra ocasión, «que Dios quiere darnos en cada situación de necesidad tanta resistencia como necesitemos. Pero no nos la da por adelantado, para que no confiemos en nosotros mismos, sino solo en él».

¿Le suena esta situación? Se encuentra ante una situación tan difícil que le abandona el valor y la fuerza. No sabes cómo superarla y lo único que quieres es huir. Bonhoeffer observa lo siguiente: si antes sentías fuerza en tu interior, entonces confiarías en ti mismo. Si ya no sientes fuerza, entonces no te queda más remedio que confiar en Dios. Y entonces descubres que Dios te sostiene y te ayuda.

Lo especial de la confianza de Bonhoeffer en Dios era que no le llevaba a retirarse del mundo para refugiarse en una piedad interior y en la pasividad. Bonhoeffer no pensaba: «Todo lo que sucede es la voluntad de Dios, y mi tarea es rendirme a ella y aceptarlo todo con gratitud». Distinguía entre aquello a lo que debía rendirse y aquello a lo que debía resistirse. Lo primero venía de la mano de Dios, lo segundo no. La confianza en Dios lo llevó a comprometerse responsablemente en este mundo por un mundo mejor. Se opuso con valentía a los abusos mundanos. Para él, la confianza en Dios y la responsabilidad por la configuración de este mundo iban de la mano. En sus propias palabras: «Hay personas que consideran poco serio, y los cristianos poco piadoso, esperar un futuro terrenal mejor y prepararse para él. Creen en el caos, el desorden y la catástrofe como sentido de los acontecimientos actuales y, con resignación o piadosa evasión del mundo, eluden la responsabilidad de seguir viviendo, de reconstruir, de las generaciones venideras. Puede que el día del Juicio Final llegue mañana, entonces estaremos dispuestos a dejar de trabajar por un futuro mejor, pero no antes».[9]

Estoy convencido de que Johann Sebastian Bach tampoco quería expresar con la cantata de hoy una resignación piadosa ante el sufrimiento y una evasión religiosa del mundo. Quien compone una música tan consoladora no quiere simplemente huir a un más allá mejor . Quiere un consuelo que le dé fuerzas para la vida aquí. Para Bach, al igual que para Bonhoeffer, el consuelo reside en la cercanía de Dios, que está presente incluso en el mayor sufrimiento. Dios no es quien envía todo, incluido el mal. Dios es quien está a nuestro lado y nos fortalece y nos sostiene en los momentos difíciles.

Esto se refleja claramente en el coral final. Allí, Bach repite «Lo que Dios hace, está bien hecho». Ahora lo escucho de otra manera: «Lo que Dios hace, está bien hecho». Bach nombra claramente la necesidad, la muerte y la miseria. Aquí no hay nada que embellecer. ¿Y qué hace Dios? Dios lo sostendrá «paternalmente en sus brazos». Eso ya está sucediendo. La música de Bach es como ese brazo paternal, sin importar lo difícil y terrible que sea lo que suceda. «Por eso lo dejo actuar».

[1] Franziska Nietzsche, carta a Emma Schenk del 1 de diciembre de 1848, citada por Klaus Goch: Nietzsches Vater oder Die Katastrophe des deutschen Protestantismus. Eine Biographie, Berlín 2000, p. 379 y ss.; véase también Christiane Tietz: Nietzsche. Leben und Denken im Bann des Christentums, Múnich 2025.

[2] Franziska Nietzsche, carta a Emma Schenk del 8 de marzo de 1849, citada por Goch, Nietzsches Vater, p. 383.

[3] Franziska Nietzsche, carta a Emma Schenk del 4 de abril de 1849, citada por Reiner Bohley: Nietzsches christliche Erziehung [I], en: Nietzsche-Studien 16 (1987), pp. 164-196, aquí p. 179.

[4] Friedrich Nietzsche: Aus meinem Leben, Werke. Kritische Gesamtausgabe, vol. I/1, Berlín, Nueva York 1967, p. 286.

[5] Friedrich Nietzsche: Notas póstumas, abril-octubre de 1859, 6 [20], KGW I/2, pp. 54 y ss.

[6] Friedrich Nietzsche: Ecce homo. Por qué soy tan inteligente, 3, KSA 6, 286 (traducción propia).

[7] Friedrich Nietzsche: La gaya ciencia. Tercer libro 125, KSA 3, p. 481.

[8] Dietrich Bonhoeffer: Von guten Mächten, Dietrich Bonhoeffer Werke, vol. 8, Gütersloh 1998, p. 608.

[9] Dietrich Bonhoeffer Werke, vol. 8, p. 36.

Referencias

Todos los textos de las cantatas están tomados de la «Neue Bach-Ausgabe. Johann Sebastian Bach. Neue Ausgabe sämtlicher Werke», publicada por el Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen y por el Bach-Archiv Leipzig, serie I (cantatas), tomos 1-41, Kassel y Leipzig, 1954-2000.
Todos los textos introductorios a las obras, los textos «Profundización en la obra» así como los «Comentarios teológico-musicales» fueron escritos por Dr. Anselm Hartinger, el Rev. Niklaus Peter así como el Rev. Karl Graf bajo consideración de las siguientes obras de referencia: Hans-Joachim Schulze, «Die Bach-Kantaten. Einführungen zu sämtlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs», Leipzig, segunda edición, 2007; Alfred Dürr, «Johann Sebastian Bach. Die Kantaten», Kassel, novena edición, 2009, y Martin Petzoldt, «Bach-Kommentar. Die geistlichen Kantaten», Stuttgart, tomo 1, segunda edición,  2005 y tomo 2, primera edición, 2007.
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