1. Korinther 11, 23–29: Vom heiligen Abendmahl

Ich habe es von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot, dankte und brach’s und sprach: «Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis.» Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: «Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis. Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis dass er kommt. Welcher nun unwürdig von diesem Brot isset und von diesem Kelch trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwürdig isset und trinket, der isset und trinket sich selber zum Gericht, damit, dass er nicht unterscheidet den Leib des Herrn.»

Johannes 13, 1–15: Die Fusswaschung

Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, dass seine Zeit gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; wie er geliebt hatte die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und bei dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, dass er ihn verriete, und Jesus wusste, dass ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging; stand er vom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. Darnach goss er Wasser in ein Becken, hob an, den Jüngern die Füsse zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; und der sprach zu ihm: «Herr, solltest du meine Füsse waschen?» Jesus antwortete und sprach zu ihm: «Was ich tue, das weisst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.» Da sprach Petrus zu ihm: «Nimmermehr sollst du mir die Füsse waschen!» Jesus antwortete ihm: «Werde ich dich nicht waschen, so hast du keinen Teil mit mir.» Spricht zu ihm Simon Petrus: «Herr, nicht die Füsse allein, sondern auch die Hände und das Haupt!» Spricht Jesus zu ihm: «Wer gewaschen ist, der bedarf nichts denn die Füsse waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.» (Denn er wusste seinen Verräter wohl; darum sprach er: «Ihr seid nicht alle rein.») Da er nun ihre Füsse gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermals zu ihnen: «Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heisset mich Meister und Herr und saget recht daran, denn ich bin es auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füsse gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füsse waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, dass ihr tut, wie ich euch getan habe.»