Psalm 116, 3–5
Stricke des Todes hatten mich umfangen, und Ängste der Hölle hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des Herrn: O Herr, errette meine Seele! Der Herr ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig.
1. Johannesbrief 5, 4–10: Glaube überwindet die Welt
Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist’s, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist’s, der da zeugt; denn der Geist ist die Wahrheit. Denn drei sind, die da zeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grösser; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeugt hat von seinem Sohn. Wer da glaubt an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugnis bei sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott zeugt von seinem Sohn.
Johannes 20, 19–31: Christus erscheint den Jüngern und Thomas
Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und sprach zu ihnen: «Friede sei mit euch!» Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermals zu ihnen: «Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.» Und da er das gesagt hatte, blies er sie an und sprach zu ihnen: «Nehmet hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.» Thomas aber, der Zwölf einer, der da heisst Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die anderen Jünger zu ihm: «Wir haben den Herrn gesehen.» Er aber sprach zu ihnen: «Es sei denn, dass ich in seinen Händen sehe die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich’s nicht glauben.» Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: «Friede sei mit euch!» Darnach spricht er zu Thomas: «Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!» Thomas antwortete und sprach: «Mein Herr und mein Gott!» Spricht Jesus zu ihm: «Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.» Auch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, dass ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und dass ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.
