Eva Borhi

Eva Borhi ist in Szombathely (Ungarn) geboren und aufgewachsen. Sie schloss ihre Studien mit dem erfolgreichen Konzertdiplom in Szeged ab. Seither widmet sie sich dem Spiel auf der Barockvioline. Sie studierte in Dresden, Trossingen und Basel bei Simon Standage, John Holloway, Anton Steck und Chiara Banchini.

Mit dem «Ensemble 415» unter Chiara Banchini hat sie mehrere Jahre lang viele Konzerte in Europa, Japan und in den USA gegeben. Sie ist erste Geigerin im Streichquartett «Almaviva», das sich auf die Aufführung von Werken der Klassik auf historischen Instrumenten spezialisiert hat. Mit dem „Freiburger Barockorchester“ wirkt sie bei zahlreichen CD-Aufnahmen, Konzerten und Opernproduktionen weltweit mit. Im «La Cetra Barockorchester Basel» ist sie projektweise als Konzertmeisterin tätig. Sie ist Mitbegründerin des Ensembles «Capricornus Consort Basel», mit dem sie bereits mehrere CDs aufgenommen hat. Eine davon wurde mit dem renommierten Preis «ECHO KLASSIK 2014» ausgezeichnet.

Seit September 2017 ist sie Konzertmeisterin im Orchester der J. S. Bach Stiftung.

Renate Steinmann

Renate Steinmann verfügt über ausgewiesene künstlerische und pädagogische Erfahrungen als Barockgeigerin, Barockbratschistin, Konzertmeisterin und Programmgestalterin.

Seit 2006 ist sie Konzertmeisterin der J. S. Bach-Stiftung und zeichnet seit deren Gründung für den Aufbau des Streicherkörpers verantwortlich. Im Rahmen des international wahr­genommenen Grossprojekts der Gesamtedition des Bach’schen Vokalwerks auf CD trägt Renate Steinmann künstlerische und personelle Mitverant­wortung für das Profil. Ebenfalls arbeitet sie im Zuge der Postproduktion der CD-/DVD-Reihe (Schnitt und Klang­balance) im Tonstudio mit Rudolf Lutz und Stefan Ritzenthaler (Tonmeister Gallus Media) zusammen. Im Februar 2014 erschien die CD-Einspielung der Matthäuspassion (Studioproduktion) mit ihr als erster Konzertmeisterin. Seit 2006 Zusammenarbeit mit renommierten Musikerinnen und Musikern wie Katharina Arfken, Michi Gaigg, Peter Harvey, Klaus Mertens, Sibylla Rubens u.a.m.

Seit 2006 ist sie Konzertmeisterin des Zürcher Barock­orchesters, seit 2014 dessen künstlerische Leiterin. Sie betätigt sich in dieser Funktion auch als Solistin und Programmgestalterin. 2013 produzierte sie eine CD mit höfischer Musik aus Dresden für das deutsche Label «Rondeau Production», 2014 bis 2016 folgten jährlich zwei Programme mit thematischen Schwerpunkten des böhmischen Frühbarocks und des deutschen Hochbarocks. 2017 trat das Ensemble zusammen mit der Sopranistin Miriam Feuersinger an den «Tagen für alte Musik Regensburg» auf und ist mit einer Liveaufnahme des Bayerischen Rundfunks (BR Klassik) dokumentiert.

Für ECM spielte sie mit John Holloway eine CD mit Werken von Dowland ein, die 2014 erschienen ist und den ersten Preis bei ICMA 2015 gewann. Auf dieser CD ist sie als Barockbratschistin zu hören.

Nebst ihrer vielfältigen Konzerttätigkeit als Gastkonzert­meisterin (etwa bei Gli Angeli de Genève, Leitung Stephan MacLeod) ist Renate Steinmann zurzeit als Musikpädagogin an der Kantonsschule Wettingen (AG) tätig.

Dort unterrichtet sie seit 1999 Violine, Viola, Kammer­musik und Orchesterspiel und führt begabte Jugendliche zum Berufsstudium heran. Sie leitet in Wettingen den dort angesiedelten Konzertzyklus «Wettinger Sommerkonzerte», der Kulturvermittlung an Jugend­liche aktiv betreibt und dafür zielpublikums­gerechte Formate findet. In Zürich unterrichtet sie im Rahmen der Weiterbildungsangebote der Werkstatt für alte Musik Zürich Barockvioline und Barockviola.

Renate Steinmann bringt eine fundierte Hochschul­ausbildung mit und ist international vernetzt. Ihre Studien an der Musikhochschule Winterthur Zürich in den Fächern Violine (Nora Chastain) und Viola (Wendy Enderle) schloss sie in beiden Fächern mit Konzert­reifediplomen (entsprechend Master Performance) ab. Anschliessend nahm sie bei Elisabeth Wallfisch (London) über mehrere Jahre Unterricht und vertiefte Quellenstudium und Spielpraxis im barocken und klassischen Repertoire.