Ihr, die ihr euch von Christo nennet
BWV 164 // para el decimotercer domingo después de la Trinidad
(Vosotros que os decÌs discÌpulos de Cristo) para soprano, contralto, tenor y bajo, traverso barroco I+II, oboe I+II, cuerdas y bajo continuo
La obra en el año litúrgico
Perícopas para el domingo
Las perícopas reflejan las lecturas bíblicas de cada domingo del año litúrgico para el cual J. S. Bach compuso. Más información sobre las perícopas. Más información sobre las pericopas.
Eile, Gott, mich zu erretten, Herr, mir zu helfen! Es müssen sich schämen und zu Schanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie müssen zurückkehren und gehöhnt werden, die mir Übles wünschen, dass sie müssen wiederum zu Schanden werden, die da über mich schreien: «Da, da!» Sich freuen und fröhlich müssen sein an dir, die nach dir fragen und die dein Heil lieben, immer sagen: «Hoch gelobt sei Gott!»
Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verwirft man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und tut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheissung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: «durch die Samen», als durch viele, sondern als durch e i n e n: «durch den Samen», welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das zuvor von Gott bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, dass die Verheissung sollte durch das Gesetz aufhören, welches gegeben ist vierhundertunddreissig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheissung gegeben; Gott aber hat’s Abraham durch Verheissung frei geschenkt. Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheissung geschehen ist, und ist gestellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines Mittler; Gott aber ist einer. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheissungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat alles beschlossen unter die Sünde, auf dass die Verheissung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben.
Und er wandte sich zu seinen Jüngern und sprach insonderheit: «Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr sehet, und haben’s nicht gesehen, und hören, was ihr höret, und haben’s nicht gehört.» Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: «Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?» Er aber sprach zu ihm: «Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie liesest du?» Er antwortete und sprach: «Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst.» Er aber sprach zu ihm: «Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben.» Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: «Wer ist denn mein Nächster?» Da antwortete Jesus und sprach: «Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon 168 und liessen ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ungefähr, dass ein Priester dieselbe Strasse hinabging; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte sich sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goss darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein. Des andern Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: ‹Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme.› Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war?» Er sprach: «Der die Barmherzigkeit an ihm tat.» Da sprach Jesus zu ihm: «So gehe hin und tue desgleichen!»
¿Quieres disfrutar de nuestros vídeos sin publicidad? Suscríbete a YouTube Premium ahora...
Taller introductorio
Reflexión
Publikationen zum Werk im Shop
Orquesta
Dirección
Rudolf Lutz
Violín
Renate Steinmann, Monika Baer
Viola
Susanna Hefti
Violoncello
Martin Zeller
Violone
Iris Finkbeiner
Oboe
Kerstin Kramp, Ingo Müller
Fagot
Dana Karmon
Traverso
Claire Genewein, Yoko Tsuruta
Órgano
Nicola Cumer
Cémbalo
Thomas Leininger
Director musical
Rudolf Lutz
Taller introductorio
Participantes
Karl Graf, Rudolf Lutz
Reflexión
Orador
Karen Horn
Grabación y edición
Año de grabación
19.02.2016
Lugar de grabación
Trogen AR (Schweiz) // Evangelische Kirche
Ingeniero de sonido
Stefan Ritzenthaler
Dirección de grabación
Meinrad Keel
Gestión de producción
Johannes Widmer
Producción
GALLUS MEDIA AG, Suiza
Productora ejecutiva
Fundación J.S. Bach, St. Gallen (Suiza)
Libretista
Textos n.° 1–5
Salomo Franck, 1715
Texto n.° 6
Elisabeth Cruciger, 1524
Primera interpretación
Decimotercer domingo después de la Trinidad,
26 de agosto de 1725
Texto de la obra y comentarios teológico-musicales
1. Arie (Tenor)
Ihr, die ihr euch von Christo nennet,
wo bleibet die Barmherzigkeit,
daran man Christi Glieder kennet?
Sie ist von euch, ach, allzu weit.
Die Herzen sollten liebreich sein,
so sind sie härter als ein Stein.
2. Rezitativ (Bass)
Wir hören zwar, was selbst die Liebe spricht:
Die mit Barmherzigkeit den Nächsten hier umfangen,
die sollen vor Gericht
Barmherzigkeit erlangen.
Jedoch, wir achten solches nicht!
Wir hören noch des Nächsten Seufzer an!
Er klopft an unser Herz; doch wirds nicht aufgetan!
Wir sehen zwar sein Händeringen,
sein Auge, das von Tränen fleußt;
doch läßt das Herz sich nicht zur Liebe zwingen.
Der Priester und Levit,
der hier zur Seite tritt,
sind ja ein Bild liebloser Christen;
sie tun, als wenn sie nichts von fremdem Elend wüßten,
sie gießen weder Öl noch Wein
ins Nächsten Wunden ein.
3. Arie (Alt)
Nur durch Lieb und durch Erbarmen
werden wir Gott selber gleich.
Samaritergleiche Herzen
lassen fremden Schmerz sich schmerzen
und sind an Erbarmung reich.
4. Rezitativ (Tenor)
Ach! schmelze doch durch deinen Liebesstrahl
des kalten Herzens Stahl,
daß ich die wahre Christenliebe,
mein Heiland, täglich übe,
daß meines Nächsten Wehe,
er sei auch, wer er ist,
Freund oder Feind, Heid oder Christ,
mir als mein eignes Leid zu Herzen allzeit gehe!
Mein Herz sei liebreich, sanft und mild,
so wird in mir verklärt dein Ebenbild.
5. Arie (Duett Sopran, Bass)
Händen, die sich nicht verschließen,
wird der Himmel aufgetan.
Augen, die mitleidend fließen,
sieht der Heiland gnädig an.
Herzen, die nach Liebe streben,
will Gott selbst sein Herze geben.
6. Choral
Ertöt uns durch dein Güte,
erweck uns durch dein Gnad!
Den alten Menschen kränke,
daß der neu leben mag
wohl hier auf dieser Erden,
den Sinn und all Begehrden
und Gdanken habn zu dir.

