Das neugeborne Kindelein

BWV 122 // Sonntag nach Weihnachten

für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Blockflöte I–III, Oboe I+II, Taille, Streicher und Basso continuo

Bachs zahlreiche Kantaten für die Wochen zwischen Advent und Epiphanias akzentuieren unterschiedliche Aspekte dieser überreichen Fest- und Fastenzeit. Der Text der für Sonntag nach Weihnachten 1724 entstandenen Kantate BWV 122 stammt aus dem vierstrophigen Lied des Pfarrers und Liederdichters Cyriakus Schneegass (1546–1597). Es handelt sich um die kurzen, integral gesungenen Strophen 1 und 4 des Chorals sowie um Paraphrasen und Ergänzungen der Strophen 2 und 3 durch den unbekannten Librettisten. Man kann sie als einen empathischen Versuch Bachs hören, das zeitenwendende Geschenk der Christgeburt mit weihnachtlichen Blockflöten auch in den prosaischen Daseinsalltag des bevorstehenden neuen Jahres mitzunehmen. Entsprechend dominieren im sacht schwingenden Eingangschor elegische und zarte Züge, die die gesungene Botschaft als verinnerlichten Ausdruck von Freude und Geborgenheit erscheinen lassen. Die beiden Arien – darunter ein predigthaftes Basssolo und ein berührendes Choralterzett mit freien Texteinschüben – beschwören die Vorbildfunktion der von Gottes Gegenwart erfüllten Engel und finden Trost in der alle Anfechtung und alles Leid überwindenden Sendung des Gottessohnes.

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Lutzogramm zur Werkeinführung

Manuskript von Rudolf Lutz zur Werkeinführung
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Akteure

Solisten

Sopran
Mirjam Wernli

Alt/Altus
Lisa Weiss

Tenor
Raphael Höhn

Bass
Stephan MacLeod

Chor

Sopran
Linda Loosli, Jennifer Rudin, Susanne Seitter, Baiba Urka, Alexa Vogel, Maria Deger

Alt
Laura Binggeli, Antonia Frey, Lea Pfister-Scherer, Jan Thomer, Lisa Weiss

Tenor
Marcel Fässler, Raphael Höhn, Klemens Mölkner, Tiago Oliveira

Bass
Jean-Christophe Groffe, Fabrice Hayoz, Johannes Hill, Philippe Rayot, William Wood

Orchester

Leitung & Cembalo
Rudolf Lutz

Violine
Renate Steinmann, Monika Baer, Andrea Brunner, Ildikó Sajgó, Olivia Schenkel, Salome Zimmermann

Viola
Susanna Hefti, Matthias Jäggi, Claire Foltzer

Violoncello
Martin Zeller, Hristo Kouzmanov

Violone
Markus Bernhard

Blockflöte
Annina Stahlberger, Teresa Hackel, Amy Power

Oboe
Amy Power, Ana Ines Feola

Taille
Ingo Müller

Fagott
Susann Landert

Orgel
Nicola Cumer

Musikal. Leitung & Dirigent

Rudolf Lutz

Werkeinführung

Mitwirkende
Rudolf Lutz, Pfr. Niklaus Peter

Reflexion

Referent
Daniel Johannsen

Aufnahme & Bearbeitung

Aufnahmedatum
17.12.2021

Aufnahmeort
St. Gallen (Schweiz) // Olma-Halle 2.0

Tonmeister
Stefan Ritzenthaler

Regie
Meinrad Keel

Produktionsleitung
Johannes Widmer

Produktion
GALLUS MEDIA AG, Schweiz

Produzentin
J.S. Bach-Stiftung, St. Gallen, Schweiz

Zum Werk

Textdichter

Erste Aufführung
31. Dezember 1724, Leipzig

Textdichter
Cyriakus Schneegass (Sätze 1, 4, 6), Unbekannt (Sätze 2, 3, 5)

Vertiefte Auseinandersetzung mit dem Werk

Im Rahmen seines Choraljahrganges von 1724/25 hatte Bach mit Liedvorlagen unterschiedlichster Dichter und Epochen zu tun, denen er im Rahmen eines stabilen Formgerüstes Woche für Woche zu einer kongenialen Klanggestalt verhalf, wobei das Spektrum seiner Ansätze von archaischen Motetten bis zu modernsten Orchesteranlagen reichte. Cyriakus Schneegass‘ nur vierzeiliges Lied von 1597 schlägt in seinen Strophen dabei immer wieder die Brücke von der Krippenfreude hin zum Vorausblick auf einen hoffentlich behüteten neuen kalendarischen Lebensabschnitt und passt damit gut zu unserer heutigen Wahrnehmung dieser besonderen Zeit «zwischen den Jahren».

Der Eingangschor verknüpft in der Führung der Singstimmen kompakte Effizienz mit einer feinen Durcharbeitung der Vorimitationen, die so dem hochliegenden Sopran-Cantus-firmus zu besonderer Wirkung verhelfen. Zwischen dem schwingenden 3⁄ 8 -Duktus und der gedämpften g-Moll-Tonalität tut sich eine bittersüsse Spannung auf, die in aller Geburtsseligkeit auch den kommenden Abschied Jesu antönen lässt und so die nachsinnenden Echoeffekte des oboenverstärkten Streichorchesters auch semantisch begründet.

Die folgende Bassarie hebt mit einem weiträumigen Continuoritornell an, in dessen bohrenden Sequenzen und schmerzlichen Sprüngen das häufig vergebliche Ankämpfen gegen Sünde und Schwäche bereits musikalisch Gestalt wird, noch ehe der Solist mit mahnender Geste darauf hinweist. Dabei braucht es offenbar nur eine winzige Veränderung des Blicks, um hinter dem von Bach eindrücklich ausgemalten Ernst des Lebens die Präsenz der trostspendenden Engel zu entdecken und sich bewusst in deren Gemeinschaft zu stellen.

Dass diese Engel nicht die grimmigen Streiter der Apokalypse, sondern freundliche Boten der Verkündigung und sogar Teil der gottesdienstlichen Gemeinde sind, wird im folgenden Sopranrezitativ inszeniert. Die Komposition stellt dabei dem Sopran drei obligate Begleitstimmen zur Seite, die jedoch kein harmoniefüllendes Accompagnato bilden, sondern den Hauptchoral der Kantate vortragen. Dass Bach sich möglicherweise im letzten Moment entschied, diese Stimmen nicht dem Streichorchester, sondern drei Blockflöten zu übertragen, stärkt den weihnachtlichen Rückbezug der Kantate und versetzt die Engel und damit auch die Hörenden nochmals in die beglückende Krippenszenerie.

Eine individuelle Lösung gelingt der Arie Nummer 4, die die vom Text gestellte Aufgabe, einen freien Danktext mit der Liedstrophe «Ist Gott versöhnt und unser Freund» zu koppeln, nicht in der naheliegenden Weise eines interpolierenden Wechsels der Ebenen gestaltete, sondern einen simultanen Vortrag präferierte, der Sopran und Tenor um den haltgebenden Alt-Cantus-firmus herum gruppiert. Erneut hebt der Satz mit einem schwebenden Continuoritornell an, dem sich der von den Streichern verstärkte energische Liedvortrag und die verzückten Koloraturen der Solostimmen zugesellen. Indem Bach so die haltgebende Kraft des gemeinschaftlich besungenen Glaubens hörbar machte, legte er zugleich die raison d’être seines gesamten Jahrgangsprojektes offen.

So gestärkt, darf der Bass in seinem Rezitativ zu feierlicher Festfreude zurückfinden und das weihnachtliche Geschehen als Erfüllung des Wartens aller Zeiten und Generationen preisen. Dieser von den Streichern getragene Lobpreis fleischgewordener Liebe setzt dann sogar «der Lippen Opfer» frei, was in durchaus selbstbewusster Weise eine theologische Rechtfertigung allen kirchenmusikalischen Komponierens formuliert.

Nun kann das «rechte Jubeljahr» tatsächlich kommen, für das es hier in einer antipäpstlichen Wendung keiner Pilgerfahrten und Sonderablässe mehr bedarf, weil mit dem auf Erden erschienenen «Jesulein» eine nie mehr endende Festzeit angebrochen ist. Dass sich in unserer Einspielung auch die Instrumentalstimmen in ihrer je eigenen Weise diesem gelösten Musizieren anschliessen, passt zu dieser verwandelnden Verheissung, die sogar das pathetisch-dunkle g-Moll als Erbe des kraftvollen dorischen Modus zu einer Tonart verspielten Jubels werden lässt.

Text des Werks und musikalisch-theologische Anmerkungen

1. Chor

Das neugeborne Kindelein,
das herzeliebe Jesulein
bringt abermal ein neues Jahr
der auserwählten Christenschar.

1. Chor

Die Eingangsstrophe des Chorals «Das neugeborne Kindelein» von Cyriakus Schneegass aus dem Jahr 1597 verbindet die Weihnachtsbotschaft mit der Neujahrsfeier – eine vielstimmige und festliche Übertragung der weihnachtlichen Symbolik jenes epochemachenden Neubeginns auf das anbrechende neue Jahr. Der kompakte Eingangschor mit seinen vergleichsweise fasslich gehaltenen Vokalpartien deutet auf Bachs Bemühen, seine Sängerknaben nach den anstrengenden drei Weihnachtstagen nicht gänzlich zu überfordern; der schwingende 3⁄8-Duktus verleiht dem Satz im Verein mit der abgedunkelten Moll-Tonalität eine zu diesem alten Lied passende elegische Sanftheit.

2. Arie — Bass

O Menschen, die ihr täglich sündigt,
ihr sollt der Engel Freude sein.
Ihr jubilierendes Geschrei,
daß Gott mit euch versöhnet sei,
hat euch den süßen Trost verkündigt.

2. Arie

Der Text der Bassarie des unbekannten Dichters ist eine etwas moralisch geratene Paraphrase der zweiten, doch eigentlich kindlich-freudigen Strophe des Schneegass-Liedes: «Des freuen sich die Engelein, / Die gerne um und bei uns sein, / Sie singen in den Lüften frei, / Dass Gott mit uns versöhnet sei.» Immerhin ist davon die Rede, Menschen sollten Freunde der Engel sein. Mit einer nachdrücklich bohrenden Begleitlinie beginnend, kommt die nur mit Bass und Continuo besetzte Arie als grummelnde Ermahnung daher, die sich im Mittelteil tröstlichen Tönen der Christfreude öffnet.

3. Rezitativ — Sopran

Die Engel, welche sich zuvor
vor euch als vor Verfluchten scheuen,
erfüllen nun die Luft im höhern Chor,
um über euer Heil sich zu erfreuen.
Gott, so euch aus dem Paradies
aus englischer Gemeinschaft stieß,
läßt euch nun wiederum auf Erden
durch seine Gegenwart vollkommen selig werden:
So danket nun mit vollem Munde
vor die gewünschte Zeit im neuen Bunde!

3. Rezitativ

Im Rezitativ werden dieselben Motive der zweiten Strophe des genannten Liedes nochmals aufgerufen, nun aber mit der theologischen Lehre vom Paradies, vom Fall und der Versöhnung durch Christus verbunden: Jetzt ist mit der Zeit des neuen Bundes wieder «englische Gemeinschaft», eine selige, engelgleiche Verbindung mit Gott möglich. Dass in die solistische Rezitation hinein ein dreistimmiger Blockflötensatz zeilenweise den Choral vorträgt, verleiht dem Satz eine pastorale Färbung, die an das von sorgsamen Händen behütete weihnachtliche Kerzenlicht erinnert.

4. Arie — Terzett (Sopran, Alt, Tenor)

Ist Gott versöhnt und unser Freund,
O wohl uns, die wir an ihn glauben,
was kann uns tun der arge Feind?
sein Grimm kann unsern Trost nicht rauben;
Trotz Teufel und der Höllen Pfort,
ihr Wüten wird sie wenig nützen:
das Jesulein ist unser Hort.
Gott ist mit uns und will uns schützen.

4. Arie

Im Terzett werden die vier Zeilen aus der dritten Strophe des Neujahrsliedes, in dem es um Errettung und die Gefährdung durch die Macht des Bösen geht, tropierend jeweils mit einer Zeile ergänzt. So wird etwa erläutert, was mit dem Vers «Das Jesulein ist unser Hort» gemeint ist: «Gott ist mit uns und will uns schützen.» Wie so oft bei Bach ist auch dieses Terzett von berückender Zartheit. Zum von einer schwingenden Basslinie getragenen beseelten Dialogisieren von Sopran und Tenor tritt der Alt mit dem von den Violinen verdoppelten Choral hinzu, der sich so als haltgebender Kraftquell erweist. So klingt eine durchaus leidgeprüfte Zuversicht, die sich ohne jeden Triumph vertrauend auf alles Kommende einlässt.

5. Rezitativ — Bass

Dies ist ein Tag, den selbst der Herr gemacht,
der seinen Sohn in diese Welt gebracht.
O selge Zeit, die nun erfüllt!
o gläubig’s Warten, das nunmehr gestillt!
o Glaube, der sein Ende sieht!
o Liebe, die Gott zu sich zieht!
o Freudigkeit, so durch die Trübsal dringt
und Gott der Lippen Opfer bringt!

5. Rezitativ

Das Bassrezitativ beginnt mit einer unverkennbaren Anspielung auf Psalm 118, 24: «Dies ist ein Tag, den selbst der Herr gemacht.» Es fasst die Weihnachtsbotschaft in einem fünffachen Ausruf und Jubel zusammen: erfüllte Zeit, gestillte Erwartung, sehender Glaube – alles Erfahrungen, auf die Menschen mit Liebe und Freude antworten sollen. Diesem verinnerlichten Leuchten des Textes hat Bach mit dem hinzugefügten obligaten Streichersatz eine klingende Krone aufgesetzt, die für Momente den durch den Glauben tatsächlich verwandelten Menschen greifbar macht.

6. Choral

Es bringt das rechte Jubeljahr,
was trauren wir denn immerdar?
Frisch auf! itzt ist es Singens Zeit,
das Jesulein wendt alles Leid.

6. Choral

Als kurzer, bündiger Abschluss wird die vierte Strophe des Liedes von Cyriakus Schneegass zu Gehör gebracht, in der die Botschaft des Weihnachtsfestes jubelnd in eine positive Perspektive für das ganze neue Jahr ausgeweitet wird: «Frisch auf! Itzt ist es Singens Zeit, das Jesulein wendt alles Leid.» Das vom vorangegangenen Rezitativ angekündigte «Lippen-Opfer» ist damit nichts anderes als der allen Gemeindegliedern offenstehende beherzte Choralgesang – welch verbindende liturgische Botschaft!

Reflexion

Daniel Johannsen

Reflexion über J. S. Bachs Kantate «Das neugeborne Kindelein», BWV 122

‒ Dargeboten für die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen am 17. Dezember 2021 ‒

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde, meine lieben Kolleginnen und Kollegen

Nicht nur ist die Olma St. Gallen als Konzertort für mich noch sehr ungewohnt (zum zweiten Mal erst bin ich hier) ‒ auch die Aufgabe, nach zwölf Jahren Zugehörigkeit zum Bach-Stiftungs-Corps für einmal nicht zu singen, sondern betrachtende Worte an Sie und Euch zu richten, ist absolut ungewohnt und äusserst ehrenvoll.

«Und was hat dir das Christkind gebracht?» Sie kennen diese nachweihnachtliche Frage bestimmt. In Österreich wird sie eigentlich jedem Kind irgendwann einmal gestellt. Zumindest bei mir lässt der Klang dieser Worte die Vergangenheit unmittelbar gegenwärtig werden.

Cyriakus Schneegaß, der Textdichter jenes Chorals, der unserer heutigen Kantate zugrunde liegt, spricht den oft einmal naiv empfundenen Gedanken auch als Erwachsener erfrischend herzlich aus:

Das neugeborne Kindelein,
Das herzeliebe Jesulein,
Bringt abermal ein neues Jahr – das rechte Jubeljahr, heisst es im letzten Vers –
Der auserwählten Christenschar.

Vor wenigen Tagen war ich im Erzgebirge. Im ganz leicht angezuckerten Erzgebirge. Auch wieder so ein «Kindheitsort», diese Gegend ‒ zumindest sind die weltberühmten Erzeugnisse dieses Landstrichs richtige Desiderate der Kindheit. Ich habe mir im abendlichen (und wegen Lockdown-Beschränkungen auch ziemlich menschenleeren) Dorf Seiffen die Nase an den herrlich dekorierten Schaufenstern plattgedrückt, mich ergötzt an allen Arten von Pyramiden und Schwibbögen (und habe schliesslich auch kräftig zugelangt bei Räuchermännlein und Nussknackerkönigen). Den Herrnhuter Stern, mit dem auch noch die kirchenfernsten Sachsen gern ihre Räume und Veranden schmücken, habe ich schon lange zuhause. (Sein rituelles Aufhängen zu Beginn der Adventszeit war ein alljährliches Highlight in der Pfarrkirche von Markt Allhau im Südburgenland, wo mein Vater mehr als 32 Jahre lang sein geistliches Amt versah.)

Ja, das Weihnachtsfest (ob mit oder ohne religiösen Kontext) ist ein Express-Fahrstuhl in die Kindheit ‒ und wenn «das Kind in uns» respektiert und genährt werden will, lässt es uns das oft gerade zu Weihnachten wissen…  Vielleicht war Klaus Groh (wir kennen diesen Dichter in erster Linie durch Johannes Brahms’ Vertonung seiner Gedichte) auch von dezent weihnachtlicher Stimmung, als er diese Verse schrieb:

O wüßt ich doch den Weg zurück,
Den lieben Weg zum Kinderland!
O warum sucht ich nach dem Glück
Und ließ der Mutter Hand?
O wie mich sehnet auszuruhn,
Von keinem Streben aufgeweckt,
Die müden Augen zuzutun,
Von Liebe sanft bedeckt!

Und nichts zu forschen, nichts zu spähn,
Und nur zu träumen leicht und lind,
Der Zeiten Wandel nicht zu sehn,
Zum zweiten Mal ein Kind!

Ich weiss nicht, wie es bei Ihnen war, meine Damen und Herren, aber ich selbst war ein äusserst aufgewecktes Kind, war neugierig und sehr wohl «forschend und spähend». Ganz besonders gern erforschte ich diverse katholische Kanzeln (seit dem Zweiten Vatikanum haben diese wegen ihrer liturgischen Ächtung oft eine ordentliche Staubschicht angesetzt), wenn meine Eltern mit mir auf Kirchen-Sightseeing waren. Eine unwiderstehliche Anziehungskraft übten bei Friedhofsbesuchen etwa auch beeindruckend grosse Grabmäler und Mausoleen auf mich aus; mit ihren Zäunchen und Einfriedungen konnte ich mich lange beschäftigen, in ihren Nischen «kehrte ich gern ein». (Wie ich wohl reagiert hätte, wenn man mir Fünf-, Sechsjährigem damals gesagt hätte, dass ich Wilhelm Müllers «Wirtshaus» – eine beinahe spielerische Metapher für den Gottesacker – einmal als eines meiner absoluten Schubert-Lieblingslieder oft und oft darbieten würde…) Der Blick zurück erheitert vielfach ‒ aber manchmal verklärt und verzerrt er auch kräftig; da legen wir unserem kindlichen Selbst bisweilen Gedanken ins Herz und Worte in den Mund, die eigentlich nur ein nostalgischer Erwachsenenkopf ersinnen kann.

Jesus, «das neugeborne Kindelein» ‒ als er später zum Manne reifte, zum einzigartig wortmächtigen Lehrer wurde: Was hat er da über die Jüngsten gesagt, was zum richtigen Umgang mit ihnen? Nehmen wir einen der wichtigsten antiken Texte zum Thema Kindheitsverständnis her, Jesu Worte aus Mt. 18 (bzw. Mk. 9 und Lk. 9). Es lohnt sich, diese Thesen im Verbund mit anderen, (scheinbar) inhaltsfremden Kontextgedanken zu betrachten:

1 Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: «Wer ist nun der Größte im Himmelreich?»
2 Und er rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie
3 und sprach: «Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
4 Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich.
5 Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.
6 Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist.
7 Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Bösen verführt!
8 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, daß du lahm oder verkrüppelt zum Leben eingehst, als daß du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das ewige Feuer geworfen.
9 Und wenn dich dein Auge verführt, reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, daß du einäugig zum Leben eingehst, als daß du zwei Augen hast und wirst in das höllische Feuer geworfen.
10–11 Seht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.
12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: Läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?
13 Und wenn es geschieht, dass er’s findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.
14 So ist’s auch nicht der Wille bei eurem Vater im Himmel, daß auch nur eines von diesen Kleinen verloren werde.»

Ich habe bei der Recherche für diesen Text interessante Entdeckungen gemacht. Quintilian (* um 35; † um 96) legt in seiner berühmten «Institutio oratoria» Überzeugungen dar, mit denen er Jesu Gedanken lebhaft beizupflichten scheint: «Dass aber die Schüler beim Lernen geprügelt werden, wie sehr es auch üblich ist und auch die Billigung des Chrysippos hat [Anm.: Chrysippos von Soloi (279 bis 206 v. Chr.); Schulhaupt der Stoa], möchte ich keineswegs. […] Gegen die schwache und schutzlos dem Unrecht ausgelieferte Jugend darf niemandem zu grosse Freiheit eingeräumt werden.»[1] Geradezu modern mutet das an; und doch weiss man, dass in einem Imperium, zu dessen ehernen Grundlagen die fast unumschränkte patria potestas zählte, mit Unmündigen nicht zimperlich umgegangen wurde. Wie weit ist solche Staatsraison von Jean-Jacques Rousseaus Bildungsroman «Émile» (1762) entfernt ‒ und wie viel weiter noch vom erzieherischen Gewaltverbot, das in meiner Heimat Österreich erst 1989 in Rechtsform gegossen wurde. Im vielfach fortschrittlicheren Schweden geschah dies bereits zehn Jahre zuvor. Und in der Schweiz, die ja nicht gerade als Nation der Kinderverprügler bekannt ist, scheint solch ein Passus bis heute gesetzlich nicht verankert zu sein (wie mir das Internet mitteilt).

«Mozart ist für Kinder zu leicht und für Erwachsene zu schwer.» Dieser treffliche Satz wird Artur Schnabel (begraben liegt er übrigens in Schwyz) zugeschrieben ‒ und er bringt mich auf den zwölfjährigen Jesus im Tempel: wieder so eine archetypische Begebenheit der Bibel, in der die Werte munter umgewertet werden. Der Begriff des puer senex, nur unzutreffend mit «altkluger Knabe» übersetzt, möchte das sprachlos machende «Instinkt-Wissen» eines doch noch so jungen Menschen etwas fasslicher machen. «Sprich bei Tisch nur, wenn du gefragt wirst!» Ein paar von Ihnen mussten sich das in ihrer Kindheit vielleicht noch sagen lassen…

Eine apokryphe Schrift aus der Entstehungszeit der Bibel ist das sogenannte «Kindheitsevangelium des Thomas», das, nein, nicht der Apostel Thomas, sondern «Thomas der Israelit» im 2. Jahrhundert verfasste ‒ als faszinierende und «typisch orientalische» Erzählung. Unser Herr und Heiland wird uns da als «wilder Knabe» präsentiert: Er ist ein oftmals wirklich altklug auftretender, ungeduldiger, ungestümer «geistlicher Harry Potter», der sich seiner übernatürlichen Kräfte staunend (bisweilen auch erschreckend) bewusst wird und der in diesem Selbstwerdungsprozess sogar zu mancher Grausamkeit fähig ist. Ja, ausgesprochen frech erscheint er manchmal ‒ besonders gegenüber seinem Vater Josef, der in diesem nicht sehr umfangreichen Textdokument wesentlich prominenter auftritt als seine Frau Maria. Man ist versucht, eine gewisse Absicht des Autors zu erkennen: nämlich den Typus des unumschränkten Patriarchats in Frage zu stellen und sogar ein Stück weit zu demontieren. Dieses Kindheitsevangelium enthält aber auch die aus den vier kanonischen Evangelien wohlbekannten Topoi: Speisungs-, Heilungs- und Auferweckungswunder. Eine dieser Legenden hat es sogar in die Ikonographie des Spätmittelalters geschafft: jene der Lebendigmachung von aus Lehmklumpen geformten Tauben; der Knabe Jesus wird gescholten, solch eine Handarbeit am Sabbat ausgeführt zu haben; als Reaktion auf diesen Tadel haucht er die beiden Gebilde an, und sie entflattern seinen Händen sogleich als lebendige Wesen. Dargestellt ist diese Begebenheit etwa auf einer der prächtigen Deckentafeln in der reformierten Kirche von Zillis im Bündnerland.

Ganz anders wird uns da der junge Samuel geschildert, den seine Mutter Hanna aus Dank für die Erhörung ihres Gebets (sie hatte Gott um einen Sohn angefleht) schon mit drei Jahren in die Obhut des Tempelpriesters Eli gab, damit dieser den Knaben auf ein geistliches Leben vorbereite. Samuels «Empfänglichkeit» für Gottes Ruf und Willen, seine anrührend beherzte Antwort «Rede, Herr, denn dein Knecht hört» mag Jesus im Sinn gehabt haben, als er seinen erwachsenen Zuhörerinnen und Zuhörern die unbedingte Vorbildwirkung des Kindes empfahl, als er das Kind buchstäblich und körperlich «ins Zentrum» stellte.

Ich möchte noch allgemeiner werden und mich nun überhaupt dem Begriff des Kindes in der Bibel zuwenden. Der Ausdruck «Kinder Israels» für die Gesamtheit des Volkes in allen seinen Generationen begegnet uns im Tanach auf Schritt und Tritt. Besonders treffend will er uns erscheinen, wenn damit von der murrenden, aufbegehrenden, leicht manipulierbaren Menge der Wüstenwanderer im 2. Buch Mose die Rede ist ‒ aber diese anmassende Sichtweise, oft mit einem gewissen Kopfschütteln und Schmunzeln einhergehend, würde ja gerade wieder Jesu Intentionen widersprechen!

Begebenheiten mit Kindern, Eltern-Kind-Konstellationen im Alten Testament ‒ bei einigen dieser Erzählungen muss ich erschaudern, denn es sind alles andere als Kindergeschichten: Zuvörderst steht da Abrahams von Gott angeordnetes und erst im letzten Moment durch dessen Intervention abgewandtes Menschenopfer an seinem einzigen Sohn Isaak. Da will, da kann der Geist nur rebellieren! Und noch zorniger wird der Verstand, noch aufgebrachter wird das Gemüt, wenn es darum geht, dass der erfolgreiche Feldherr Jephta seine adoleszente Tochter tötet: Er hatte zuvor kopf- und herzlos hitzig gelobt, als Dankesgabe für den Sieg das erste Geschöpf zu opfern, das ihm bei der Ankunft zu Hause begegnen sollte. Ich habe diesen tragischen Helden, den Richter Jephta, in gleich zwei Inszenierungen auf der Opernbühne dargestellt, in Händels gleichnamigem letzten Oratorium (einem grossartigen Werk) ‒ und auch wenn sein Librettist Thomas Morell gnädigerweise einen «Angelus ex machina» noch im letzten Moment einschreiten lässt, steckt mir der Wahnsinn dieser Geschichte immer noch in den Knochen. (Dass es sich bei diesen beiden Episoden mit allergrösster Wahrscheinlichkeit um eine Art «Abschreckungsgesetzgebung» in Bezug auf leichtfertige Gelübde und Votive handelt, die keineswegs echten Begebenheiten entsprechen, sei im Kontext meiner Ausführungen ohne weitere Vertiefungen und Begründungen postuliert.) Dennoch ist dieser Topos etwas, womit sich das antike Drama (und in der Folge auch die Opera seria) ebenfalls intensiv auseinandergesetzt hat: Man denke nur an die mythologischen Figuren Iphigenie und Idamante (Mozarts «Idomeneo»).

Ein verallgemeinernder, gleichsam «inkludierender Kindesbegriff» begegnet uns auch in den Schriften des Neuen Testaments ‒ besonders in den Episteln werden wir da als Kinder Gottes adressiert: «Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder sollen heißen!» (1. Joh. 3, 1) Und es wird natürlich unterschieden zwischen den Kindern des Lichts / des Tages und jenen der Finsternis / der Sünde. Paulus bekräftigt im Römerbrief (Kap. 8, V. 14): «Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.» Aber er – schliesslich einer der glühendsten Nachfolger Christi – scheint das Kindheitsverständnis Jesu bisweilen auch etwas differenzierter, individualistischer betrachtet zu haben, wenn er schreibt: «Liebe Brüder, werdet nicht Kinder an dem Verständnis; sondern an der Bosheit seid Kinder, an dem Verständnis aber seid vollkommen.» (1. Kor. 14, 20) Das also durchaus «nicht ganz vollkommene» Kind: ein Objekt des Widerspruchs bis in die heutige Zeit (mit ihren oft so gegenläufigen Erziehungskonzepten).

Nun möchte ich mich Johann Sebastian Bach zuwenden, einem letztgeborenen Kind (von insgesamt acht Geschwistern), der mit 23 erstmals und mit 57 letztmals Vater wurde (das waren übrigens jeweils Töchter: Catharina Dorothea und Regina Susanna). Liebe Freunde, lassen Sie nun einfach die reinen Fakten auf sich wirken, diese Liste von 20 Menschen samt ihren Lebensdaten. Sie wissen alle, dass der grosse Thomaskantor nur von neun seiner Kinder überlebt wurde (ich habe sie durch Fettdruck hervorgehoben).

 Aus der Ehe mit seiner ersten Frau Maria Barbara, geb. Bach (1684–1720):

Catharina Dorothea (1708–1774)
Wilhelm Friedemann, der Dresdner oder Hallesche Bach (1710–1784)
Johann Christoph (*/† 1713)
Maria Sophia (*/† 1713)
Carl Philipp Emanuel, der Berliner oder Hamburger Bach (1714–1788)
Johann Gottfried Bernhard (1715–1739), 24 Jahre
Leopold Augustus (1718–1719)

Aus der Ehe mit Anna Magdalena, geb. Wilcke (1707–1760):

* Christiana Sophia Henrietta (1723–1726)
Gottfried Heinrich (1724–1763)
* Christian Gottlieb (1725–1728)
Elisabeth Juliana Friederica, genannt «Liesgen» (1726–1781)
* Ernestus Andreas (*/† 1727)
* Regina Johanna (1728–1733)
* Christiana Benedicta (*/† 1730)
* Christiana Dorothea (1731–1732)
Johann Christoph Friedrich, der Bückeburger Bach (1732–1795)
* Johann August Abraham (*/† 1733)
Johann Christian, der Mailänder oder Londoner Bach (1735–1782)
Johanna Carolina (1737–1781)
Regina Susanna (1742–1809)

* Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder, gleich zwei davon im «h-Moll-Messe-Jahr» 1733.

Mein Hang zur Statistik lässt mich nun noch präziser werden; hier die erschreckende Liste jener «neugebornen Kindelein», die Johann Sebastian Bach starben:

1713: Die Kinder «Nr.» 3 & 4, die Zwillinge Johann Christoph (bei der Geburt) und Maria Sophia (mit 4 Wochen)
1727: Nr. 12, Ernestus Andreas (2 Tage)
1730: Nr. 14, Christiana Benedicta (4 Tage)
1733: Nr. 17, Johann August Abraham (1 Tag)

War Bach – mit all seiner evidenten Strebsamkeit von Anfang an, eingebettet in eine überaus ehrgeizige Musikerdynastie – ein «Kind»? (Hatten Kinder in der Ära vor Pestalozzi und Fröbel überhaupt so etwas, was wir mit unserem Kindheitsbegriff bezeichnen könnten?) Bald nach seinem neunten Geburtstag stirbt die Mutter, kurz vor seinem zehnten Geburtstag ist er Vollwaise. Bach war ein Kindheitsexperte in Freud und Leid: sowohl am eigenen Leibe wie auch angesichts seiner zahlreichen Nachkommen…

Das letzte Wort möchte ich dem vielfältig begabten österreichischen Kirchenmusiker, Theologen und Philosophen, dem Prämonstratenser Rupert Gottfried Frieberger, lassen; er hätte am 24. Februar 2017 in Trogen seine Reflexion zu BWV 127 darbieten sollen ‒ an seiner statt sprach der Onkologe Daniel Büche, ein ausgewiesener Palliativmediziner; wie passend: denn Rupert erlag am 16. Oktober 2016 seinem schweren Krebsleiden. Ich habe in einem seiner zahlreichen Bücher, einer weihnachtlichen Predigtsammlung,[2] eine Homilie mit dem Titel «Sie fanden das Kind» entdeckt und lese daraus:

Sie fanden das Kind. Vielleicht sind wir zu groß geworden, vielleicht haben wir ein zu dickes Fell bekommen, vielleicht hat uns der Fortschritt die Augen angebrannt, vielleicht haben wir zu viele persönliche Entschuldigungen, vielleicht stolpern wir über die Institution Kirche, vielleicht warten wir zu laut auf den großen Mann. Der große Mann kommt nicht, denn der kleine Bruder von Bethlehem ist schon da.

 Sie fanden das Kind. Der Weg vom Hirtenfeld bis Bethlehem ist nicht weit, aber die Schafe müssen zurückgelassen werden: der Stolz, das Besserwissen, die Gier und der Trieb.

Der Weg vom Hirtenfeld bis Bethlehem ist nicht weit, aber man wird sich durchfragen müssen ‒ und wird in Kauf nehmen müssen, angeprangert zu werden, mißverstanden und unverstanden zu sein, wenn man «nur» das Kind finden will, den nackten kleinen Bruder von Bethlehem. […]

 Es gibt keinen wohlmeinenderen Weihnachtswunsch an alle Christen, Nicht-mehr-Christen und Unchristen als den, sie möchten das Kind finden.

Denn wer wollte, daß wir erst durch andere Nächte hindurchmüssen, bevor wir atomisiert als müdes Häuflein endlich durch die Sternenpracht der Heiligen Nacht wanken werden?

Die Sehnsucht der Menschheit ist so groß wie die Erde, deshalb ist die Hoffnung der Erde so groß wie der kleine Bruder von Bethlehem, wie das göttliche Kind, der gütige und allmächtige und menschenfreundliche Gott.

Er möge in dieser heiligsten Nacht die Trauernden trösten, den Kranken seine Hilfe anbieten, den Glücklichen ihr Glück erhalten, den Hungernden ein Geschenk senden, die Einsamen besuchen mit seiner Gnade, den Ratlosen ein Licht entzünden, die Verzweifelten mit einer Freude retten; er möge uns alle das Kind finden lassen, den kleinen Bruder von Bethlehem, den großen Gott des Himmels.

Amen!

[1] Zitiert nach: Rahn, Helmut: «Quintilian, Ausbildung des Redners, Zwölf Bücher, Lateinisch und Deutsch», 2 Bände, Darmstadt 31995.

[2] Frieberger, R. G.: «Ich steh an deiner Krippen hier», Steinbach an der Steyr 2002; die Publikation ist hier online frei zugänglich: https://issuu.com/schlaeglmusik/docs/ich_steh_an_deiner_krippen

Quellenangaben

Alle Kantatentexte stammen aus «Neue Bach-Ausgabe. Johann Sebastian Bach. Neue Ausgabe sämtlicher Werke», herausgegeben vom Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen und vom Bach-Archiv Leipzig, Serie I (Kantaten), Bd. 1–41, Kassel und Leipzig, 1954–2000.
Alle einführenden Texte zu den Werken, die Texte «Vertiefte Auseinandersetzung mit dem Werk» sowie die «musikalisch-theologische Anmerkungen» wurden von Anselm Hartinger und Pfr. Niklaus Peter sowie Pfr. Karl Graf verfasst unter Bezug auf die Referenzwerke: Hans-Joachim Schulze, «Die Bach-Kantaten. Einführungen zu sämtlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs», Leipzig, 2. Aufl. 2007; Alfred Dürr, «Johann Sebastian Bach. Die Kantaten», Kassel, 9. Aufl. 2009, und Martin Petzoldt, «Bach-Kommentar. Die geistlichen Kantaten», Stuttgart, Bd. 1, 2. Aufl. 2005 und Bd. 2, 1. Aufl. 2007.

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