Ach Gott, vom Himmel sieh darein

BWV 002 // para el segundo domingo después de la Trinidad

(Oh Dios, dirige desde el cielo tu mirada) Para contralto, tenor y bajo, conjunto vocal oboe I+II, trombón I-III, corneto, cuerda y bajo continuo

J.S. Bach-Stiftung Kantate BWV 2

Vídeo

Escuchen y vean la introducción, el concierto y la reflexión por completo.

¿Quieres disfrutar de nuestros vídeos sin publicidad? Suscríbete a YouTube Premium ahora...

Artistas

Solistas

Contralto
Alex Potter

Tenor
Georg Poplutz

Bajo
Markus Volpert

Coro

Soprano
Olivia Fündeling, Susanne Seitter, Noëmi Sohn Nad, Alexa Vogel, Maria Weber, Mirjam Wernli

Contralto
Antonia Frey, Katharina Jud, Dina König, Francisca Näf, Alexandra Rawohl

Tenor
Manuel Gerber, Tiago Oliveira, Christian Rathgeber, Walter Siegel

Bajo
Fabrice Hayoz, Grégoire May, Daniel Pérez, Philippe Rayot, William Wood

Orquesta

Dirección & Cémbalo
Rudolf Lutz

Violín
Renate Steinmann, Monika Baer, Claire Foltzer, Elisabeth Kohler, Marita Seeger, Salome Zimmermann

Viola
Susanna Hefti, Olivia Schenkel

Violoncello
Martin Zeller, Hristo Kouzmanov

Violone
Shuko Sugama

Oboe
Kerstin Kramp, Philipp Wagner

Corneto
Frithjof Smith

Trombón
Simen van Mechelen, Henning Wiegräbe, Joost Swinkels

Fagot
Susann Landert

Cémbalo
Dirk Börner

Organo
Nicola Cumer

Director musical

Rudolf Lutz

Taller introductorio

Participantes
Rudolf Lutz, Pfr. Niklaus Peter

Reflexión

Orador
Rainer Hank

Grabación y edición

Fecha de grabación
28 de junio de 2019

Lugar de grabación
Speicher AR (Suiza) // Iglesia Protestante

Ingenieros de sonido
Stefan Ritzenthaler, Nikolaus Matthes

Dirección de grabación
Meinrad Keel

Gestión de producción
Johannes Widmer

Producción
GALLUS MEDIA AG, Suiza

Productora ejecutiva
Fundación J.S. Bach, St. Gallen (Suiza)

Sobre la obra

Libretista

Erstmalige Aufführung
4. Februar 1725, Leipzig

Textdichter
Unbekannt – auf der Grundlage der Choralstrophen von

  • Martin Luther (1483–1546) 1, 2, 3, 6a
  • Justus Jonas d. Ältere (1493–1555) 4, 5
  • Johann Walter (1496–1570) 6b

Texto de la obra y comentarios teológico-musicales

Die Choralkantate BWV 126 wurde am 4. Februar 1725 in Leipzig erstmals aufgeführt. Das für Sexagesimae vorgeschriebene Evangelium Lukas 8, 4–15 (Das Gleichnis vom Sämann) und die Epistel 2. Korinther 11, 19–12, 9 (Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig) sind theologisch starke Texte, im Zentrum dieser Kantate stehen allerdings nicht sie, sondern der Lutherchoral «Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort» mit einem durch Justus Jonas und Johann Walter erweiterten Strophensatz – ein kämpferisches Lied! Entstand dieser Choral doch ursprünglich als Auftragsarbeit für den Kurfürsten Johann Friedrich, wobei Luther angesichts der Türkenkriege nicht zum Kreuzzug, sondern zum Gebet und Vertrauen auf Gottes Stärke im Wort aufrief. Die umstrittene und schon zeitgenössisch gemilderte zweite Zeile dieses «Erzfeindeliedes» wurde von Bach und seinem unbekannten Librettisten in ganzer Härte stehengelassen («und steur’ des Papsts und Türken Mord»), zugleich aber nach innen gewendet: die ärgsten Feinde seien im Innern der bedrängten Christenheit selbst zu finden. Entsprechend wurde das Lied nach dem innerprotestantischen Bruderkampf des Schmalkaldischen Krieges von 1546/47 auch als Hymne für die der lutherischen Tradition treu gebliebenen Evangelischen verstanden – eine kämpferische Haltung, mit der sich auch die gegenüber dem katholischen Dresdener Hof kritischen Leipziger Kirchgänger der Bachzeit gewiss identifizieren konnten. Gut denkbar, dass dieses Lied daher in eine gewöhnliche Sonntagsmusik leichter eingeschmuggelt werden konnte als in die vom Hof stärker regulierten Feiern zum Reformationstag. Wie gut, dass die letzte Strophe, die von Luther ins Deutsche gebrachte Antiphon «Da pacem domine», der ganzen Kantate textlich eine jesuanische Wendung gibt: «Verleih uns Frieden gnädiglich … es ist ja doch kein andrer nicht, der für uns könnte streiten.»

1. Choral

Ach Gott, vom Himmel sieh darein
und laß dichs doch erbarmen,
wie wenig sind der Heilgen dein,
verlassen sind wir Armen.
Dein Wort man nicht läßt haben wahr,
der Glaub ist auch verloschen gar
bei allen Menschenkindern.

2. Rezitativ — Tenor

Sie lehren eitel falsche List,
was wider Gott und seine Wahrheit ist;
und was der eigen Witz erdenket
– o Jammer! der die Kirche schmerzlich kränket –
das muß anstatt der Bibel stehn.
Der eine wählet dies, der andre das,
die törichte Vernunft ist ihr Kompaß;
sie gleichen denen Totengräbern,
die, ob sie zwar von außen schön,
nur Stank und Moder in sich fassen
und lauter Unflat sehen lassen.

3. Arie — Alt

Tilg, o Gott, die Lehren,
so dein Wort verkehren!
Wehre doch der Ketzerei
und allen Rottengeistern;
denn sie sprechen ohne Scheu:
Trotz dem, der uns will meistern!

4. Rezitativ — Bass

Die Armen sind verstört,
ihr seufzend Ach! ihr ängstlich Klagen
bei soviel Kreuz und Not,
wodurch die Feinde fromme Seelen plagen,
dringt in das Gnadenohr des Allerhöchsten ein.
Darum spricht Gott: Ich muß ihr Helfer sein!
Ich hab ihr Flehn erhört,
der Hilfe Morgenrot,
der reinen Wahrheit heller Sonnenschein
soll sie mit neuer Kraft,
die Trost und Leben schafft,
erquicken und erfreun.
Ich will mich ihrer Not erbarmen,
mein heilsam Wort soll sein die Kraft der Armen.

5. Arie — Tenor

Durchs Feuer wird das Silber rein,
durchs Kreuz das Wort bewährt erfunden.
Drum soll ein Christ zu allen Stunden
in Kreuz und Not geduldig sein.

6. Choral

Das wollst du, Gott, bewahren rein
für diesem arg’n Gschlechte,
und laß uns dir befohlen sein,
daß sichs in uns nicht flechte.
Der gottlos Hauf sich umher findt,
wo solche lose Leute sind
in deinem Volk erhaben.

Referencias

Todos los textos de las cantatas están tomados de la «Neue Bach-Ausgabe. Johann Sebastian Bach. Neue Ausgabe sämtlicher Werke», publicada por el Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen y por el Bach-Archiv Leipzig, serie I (cantatas), tomos 1-41, Kassel y Leipzig, 1954-2000.
Todos los textos introductorios a las obras, los textos «Profundización en la obra» así como los «Comentarios teológico-musicales» fueron escritos por Dr. Anselm Hartinger, el Rev. Niklaus Peter así como el Rev. Karl Graf bajo consideración de las siguientes obras de referencia: Hans-Joachim Schulze, «Die Bach-Kantaten. Einführungen zu sämtlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs», Leipzig, segunda edición, 2007; Alfred Dürr, «Johann Sebastian Bach. Die Kantaten», Kassel, novena edición, 2009, y Martin Petzoldt, «Bach-Kommentar. Die geistlichen Kantaten», Stuttgart, tomo 1, segunda edición,  2005 y tomo 2, primera edición, 2007.

Apóyenos

Apoye el proyecto Bachipedia con una contribución para difundir la obra vocal de Bach en todo el mundo y para hacerla accesible a los jóvenes. Muchas gracias.

JSB Newsletter

Síguenos en: