Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen

BWV 145 // para el tercer día de Pascua

(Vivo, corazón mío, para tu alegría) Para el martes de Pascua, para soprano, tenor y bajo, oboe d’amore I+II, traverso barroco, trompeta, cuerda y bajo continuo

J.S. Bach-Stiftung Kantate BWV 145

Vídeo

Escuchen y vean la introducción, el concierto y la reflexión por completo.

¿Quieres disfrutar de nuestros vídeos sin publicidad? Suscríbete a YouTube Premium ahora...

Artistas

Solistas

Soprano
Johannette Zomer

Contralto
Alexandra Rawohl

Tenor
Colin Balzer

Bajo
Matthias Helm

Orquesta

Dirección y cémbalo
Rudolf Lutz

Violín
Renate Steinmann, Olivia Schenkel, Claire Foltzer, Elisabeth Kohler, Marita Seeger, Salome Zimmermann

Violoncello
Martin Zeller

Violone
Markus Bernhard

Trompeta
Patrick Henrichs

Traverso
Tomoko Mukoyama

Oboe d’amore
Andreas Helm, Philipp Wagner

Fagot
Susann Landert

Órgano
Nicola Cumer

Director musical

Rudolf Lutz

Taller introductorio

Participantes
Rudolf Lutz, Pfr. Niklaus Peter

Reflexión

Orador
Sr. Manuela Schreiner

Grabación y edición

Año de grabación
26.04.2019

Lugar de grabación
ev. Kirche St. Mangen // St. Gallen

Ingeniero de sonido
Stefan Ritzenthaler, Johannes Widmer

Productor
Meinrad Keel

Producción
J.S. Bach-Stiftung St. Gallen, Schweiz

Sobre la obra

Libretista

Erstmalige Aufführung
4. Februar 1725, Leipzig

Textdichter
Unbekannt – auf der Grundlage der Choralstrophen von

  • Martin Luther (1483–1546) 1, 2, 3, 6a
  • Justus Jonas d. Ältere (1493–1555) 4, 5
  • Johann Walter (1496–1570) 6b

Texto de la obra y comentarios teológico-musicales

Die Choralkantate BWV 126 wurde am 4. Februar 1725 in Leipzig erstmals aufgeführt. Das für Sexagesimae vorgeschriebene Evangelium Lukas 8, 4–15 (Das Gleichnis vom Sämann) und die Epistel 2. Korinther 11, 19–12, 9 (Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig) sind theologisch starke Texte, im Zentrum dieser Kantate stehen allerdings nicht sie, sondern der Lutherchoral «Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort» mit einem durch Justus Jonas und Johann Walter erweiterten Strophensatz – ein kämpferisches Lied! Entstand dieser Choral doch ursprünglich als Auftragsarbeit für den Kurfürsten Johann Friedrich, wobei Luther angesichts der Türkenkriege nicht zum Kreuzzug, sondern zum Gebet und Vertrauen auf Gottes Stärke im Wort aufrief. Die umstrittene und schon zeitgenössisch gemilderte zweite Zeile dieses «Erzfeindeliedes» wurde von Bach und seinem unbekannten Librettisten in ganzer Härte stehengelassen («und steur’ des Papsts und Türken Mord»), zugleich aber nach innen gewendet: die ärgsten Feinde seien im Innern der bedrängten Christenheit selbst zu finden. Entsprechend wurde das Lied nach dem innerprotestantischen Bruderkampf des Schmalkaldischen Krieges von 1546/47 auch als Hymne für die der lutherischen Tradition treu gebliebenen Evangelischen verstanden – eine kämpferische Haltung, mit der sich auch die gegenüber dem katholischen Dresdener Hof kritischen Leipziger Kirchgänger der Bachzeit gewiss identifizieren konnten. Gut denkbar, dass dieses Lied daher in eine gewöhnliche Sonntagsmusik leichter eingeschmuggelt werden konnte als in die vom Hof stärker regulierten Feiern zum Reformationstag. Wie gut, dass die letzte Strophe, die von Luther ins Deutsche gebrachte Antiphon «Da pacem domine», der ganzen Kantate textlich eine jesuanische Wendung gibt: «Verleih uns Frieden gnädiglich … es ist ja doch kein andrer nicht, der für uns könnte streiten.»

Erste Aufführung

a) Choral (BWV 145/1)

Auf, mein Herz, des Herren Tag
hat die Nacht der Furcht vertrieben:
Christus, der im Grabe lag,
ist im Tode nicht geblieben.
Nunmehr bin ich recht getröst,
Jesus hat die Welt erlöst.

b) Chor (Georg Philipp Telemann, aus der Kantate TWV 1:1350)

«So du mit deinem Munde bekennest Jesum,
dass er der Herr sei, und gläubest in
deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten
auferwecket hat, so wirst du selig.»

Es folgen: Nummern 1 – 5

Zweite Aufführung

a) Sinfonia zu BWV 145 (Rudolf Lutz)

Es folgen: Nummern 1 – 5

1. Arie — Duett
(Jesus: Tenor, Seele: Sopran)

Jesus
Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen,
mein Leben erhebet dein Leben empor.

Seele
Du lebest, mein Jesu, zu meinem Ergötzen,
dein Leben erhebet mein Leben empor.
Die klagende Handschrift ist völlig zerrißen,
der Friede verschaffet ein ruhig Gewißen
und öffnet den Sündern das himmlische Tor.

 

2. Rezitativ — Tenor

Nun fordre, Moses, wie du willt,
das dräuende Gesetz zu üben,
ich habe meine Quittung hier
mit Jesu Blut und Wunden unterschrieben.
Dieselbe gilt,
ich bin erlöst, ich bin befreit
und lebe nun mit Gott in Fried und Einigkeit,
der Kläger wird an mir zuschanden,
denn Gott ist auferstanden.
Mein Herz, das merke dir!

3. Arie — Bass

Merke, mein Herze, beständig nur dies,
wenn du alles sonst vergißt,
daß dein Heiland lebend ist;
merke, mein Herze, beständig nur dies.
Lasse dieses deinem Gläuben
einen Grund und Feste bleiben,
auf solchem besteht er gewiß.
Merke, meine Herze, merke nur dies!

4. Rezitativ — Sopran

Mein Jesus lebt,
das soll mir niemand nehmen,
drum sterb ich sonder Grämen.
Ich bin gewiß
und habe das Vertrauen,
daß mich des Grabes Finsternis
zur Himmelsherrlichkeit erhebt;
mein Jesus lebt,
ich habe nun genug,
mein Herz und Sinn
will heute noch zum Himmel hin,
selbst den Erlöser anzuschauen.

5. Choral

Drum wir auch billig fröhlich sein,
singen das Halleluja fein
und loben dich, Herr Jesu Christ;
zu Trost du uns erstanden bist.
Halleluja!

Referencias

Todos los textos de las cantatas están tomados de la «Neue Bach-Ausgabe. Johann Sebastian Bach. Neue Ausgabe sämtlicher Werke», publicada por el Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen y por el Bach-Archiv Leipzig, serie I (cantatas), tomos 1-41, Kassel y Leipzig, 1954-2000.
Todos los textos introductorios a las obras, los textos «Profundización en la obra» así como los «Comentarios teológico-musicales» fueron escritos por Dr. Anselm Hartinger, el Rev. Niklaus Peter así como el Rev. Karl Graf bajo consideración de las siguientes obras de referencia: Hans-Joachim Schulze, «Die Bach-Kantaten. Einführungen zu sämtlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs», Leipzig, segunda edición, 2007; Alfred Dürr, «Johann Sebastian Bach. Die Kantaten», Kassel, novena edición, 2009, y Martin Petzoldt, «Bach-Kommentar. Die geistlichen Kantaten», Stuttgart, tomo 1, segunda edición,  2005 y tomo 2, primera edición, 2007.

Apóyenos

Apoye el proyecto Bachipedia con una contribución para difundir la obra vocal de Bach en todo el mundo y para hacerla accesible a los jóvenes. Muchas gracias.

JSB Newsletter

Síguenos en: