Gott fähret auf mit Jauchzen

BWV 043 // para el día de la Ascensión

(Ascendió Dios con júbilo) Para soprano, contralto, tenor y bajo, conjunto vocal, oboe I+II, trompeta I-III, percusión, cuerda y bajo continuo

J.S. Bach-Stiftung Kantate BWV 43

Vídeo

Escuchen y vean la introducción, el concierto y la reflexión por completo.

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Artistas

Coro

Soprano
Linda Loosli, Simone Schwark, Susanne Seitter, Anna Walker, Maria Weber, Mirjam Wernli-Berli

Contralto
Antonia Frey, Stefan Kahle, Lea Pfister-Scherer, Damaris Rickhaus, Lisa Weiss

Tenor
Manuel Gerber, Raphael Höhn, Nicolas Savoy, Walter Siegel

Bajo
Fabrice Hayoz, Simón Millán, Valentin Parli, Daniel Pérez, Philippe Rayot

Orquesta

Dirección
Rudolf Lutz

Violín
Eva Borhi, Lenka Torgersen, Peter Barczi, Christine Baumann, Petra Melicharek, Dorothee Mühleisen, Ildikó Sajgó

Viola
Martina Bischof, Matthias Jäggi, Sarah Mühlethaler

Violoncello
Maya Amrein, Daniel Rosin

Violone
Markus Bernhard

Trompeta
Lukasz Gothszalk, Nicolas Isabelle, Alexander Samawicz

Timbales
Laurent de Ceuninck

Oboe
Philipp Wagner, Ingo Müller

Fagot
Susann Landert

Cémbalo
Dirk Börner

Organo
Nicola Cumer

Director musical

Rudolf Lutz

Taller introductorio

Participantes
Rudolf Lutz, Pfr. Niklaus Peter

Reflexión

Orador
Christoph Drescher

Grabación y edición

Fecha de grabación
24 de mayo de 2019

Lugar de grabación
Trogen AR (Suiza) // Iglesia Protestante

Ingenieros de sonido
Stefan Ritzenthaler, Nikolaus Matthes

Dirección de grabación
Meinrad Keel

Gestión de producción
Johannes Widmer

Producción
GALLUS MEDIA AG, Suiza

Productora ejecutiva
Fundación J.S. Bach, St. Gallen (Suiza)

Sobre la obra

Libretista

Erstmalige Aufführung
4. Februar 1725, Leipzig

Textdichter
Unbekannt – auf der Grundlage der Choralstrophen von

  • Martin Luther (1483–1546) 1, 2, 3, 6a
  • Justus Jonas d. Ältere (1493–1555) 4, 5
  • Johann Walter (1496–1570) 6b

Texto de la obra y comentarios teológico-musicales

Die Choralkantate BWV 126 wurde am 4. Februar 1725 in Leipzig erstmals aufgeführt. Das für Sexagesimae vorgeschriebene Evangelium Lukas 8, 4–15 (Das Gleichnis vom Sämann) und die Epistel 2. Korinther 11, 19–12, 9 (Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig) sind theologisch starke Texte, im Zentrum dieser Kantate stehen allerdings nicht sie, sondern der Lutherchoral «Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort» mit einem durch Justus Jonas und Johann Walter erweiterten Strophensatz – ein kämpferisches Lied! Entstand dieser Choral doch ursprünglich als Auftragsarbeit für den Kurfürsten Johann Friedrich, wobei Luther angesichts der Türkenkriege nicht zum Kreuzzug, sondern zum Gebet und Vertrauen auf Gottes Stärke im Wort aufrief. Die umstrittene und schon zeitgenössisch gemilderte zweite Zeile dieses «Erzfeindeliedes» wurde von Bach und seinem unbekannten Librettisten in ganzer Härte stehengelassen («und steur’ des Papsts und Türken Mord»), zugleich aber nach innen gewendet: die ärgsten Feinde seien im Innern der bedrängten Christenheit selbst zu finden. Entsprechend wurde das Lied nach dem innerprotestantischen Bruderkampf des Schmalkaldischen Krieges von 1546/47 auch als Hymne für die der lutherischen Tradition treu gebliebenen Evangelischen verstanden – eine kämpferische Haltung, mit der sich auch die gegenüber dem katholischen Dresdener Hof kritischen Leipziger Kirchgänger der Bachzeit gewiss identifizieren konnten. Gut denkbar, dass dieses Lied daher in eine gewöhnliche Sonntagsmusik leichter eingeschmuggelt werden konnte als in die vom Hof stärker regulierten Feiern zum Reformationstag. Wie gut, dass die letzte Strophe, die von Luther ins Deutsche gebrachte Antiphon «Da pacem domine», der ganzen Kantate textlich eine jesuanische Wendung gibt: «Verleih uns Frieden gnädiglich … es ist ja doch kein andrer nicht, der für uns könnte streiten.»

1. Chor

Gott fähret auf mit Jauchzen
und der Herr mit heller Posaunen.
Lobsinget, lobsinget Gott,
lobsinget, lobsinget unserm Könige.

2. Rezitativ — Tenor

Es will der Höchste sich ein Siegsgepräng bereiten,
da die Gefängnisse er selbst gefangen führt.
Wer jauchzt ihm zu?
Wer ists, der die Posaunen rührt?
Wer gehet ihm zur Seiten?
Ist es nicht Gottes Heer,
das seines Namens Ehr,
Heil, Preis, Reich, Kraft und Macht
mit lauter Stimme singet
und ihm nun ewiglich ein Halleluja bringet.

3. Arie — Tenor

Ja tausend mal tausend begleiten den Wagen,
dem König der Kön’ge lobsingend zu sagen,
daß Erde und Himmel sich unter ihm schmiegt
und was er bezwungen, nun gänzlich erliegt.

4. Rezitativ — Sopran

Und der Herr, nachdem er mit ihnen
geredet hatte, ward er aufgehaben gen
Himmel, und sitzet zur rechten Hand
Gottes.

5. Arie — Sopran

Mein Jesus hat nunmehr
das Heilandwerk vollendet
und nimmt die Wiederkehr
zu dem, der ihn gesendet.
Er schließt der Erde Lauf,
ihr Himmel, öffnet euch, und nehmt ihn
wieder auf!

6. Rezitativ — Bass

Es kommt der Helden Held,
des Satans Fürst und Schrecken,
der selbst den Tod gefällt,
getilgt der Sünden Flecken,
zerstreut der Feinde Hauf;
ihr Kräfte, eilt herbei und holt den Sieger auf.

7. Arie — Bass

Er ists, der ganz allein
die Kelter hat getreten
voll Schmerzen, Qual und Pein,
Verlorne zu erretten
durch einen teuren Kauf.
Ihr Thronen, mühet euch
und setzt ihm Kränze auf!

8. Rezitativ — Alt

Der Vater hat ihm ja
ein ewig Reich bestimmet:
Nun ist die Stunde nah,
da er die Krone nimmet
vor tausend Ungemach.
Ich stehe hier am Weg
und schau ihm freudig nach.

9. Arie — Alt

Ich sehe schon im Geist,
wie er zu Gottes Rechten
auf seine Feinde schmeißt,
zu helfen seinen Knechten
aus Jammer, Not und Schmach.
Ich stehe hier am Weg
und schau ihm sehnlich nach.

10. Rezitativ — Sopran

Er will mir neben sich
die Wohnung zubereiten,
damit ich ewiglich
ihm stehe an der Seiten,
befreit von Weh und Ach!
Ich stehe hier am Weg,
und ruf ihm dankbar nach.

11. Choral

Du Lebensfürst, Herr Jesu Christ,
der du bist aufgenommen
gen Himmel, da dein Vater ist
und die Gemein der Frommen,
wie soll ich deinen großen Sieg,
den du durch einen schweren Krieg
erworben hast, recht preisen
und dir gnug Ehr erweisen?

Zieh uns dir nach, so laufen wir,
gib uns des Glaubens Flügel!
Hilf, daß wir fliehen weit von hier
auf Israelis Hügel!
Mein Gott! wenn fahr ich doch dahin,
woselbst ich ewig fröhlich bin?
Wenn werd ich vor dir stehen,
dein Angesicht zu sehen?

Referencias

Todos los textos de las cantatas están tomados de la «Neue Bach-Ausgabe. Johann Sebastian Bach. Neue Ausgabe sämtlicher Werke», publicada por el Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen y por el Bach-Archiv Leipzig, serie I (cantatas), tomos 1-41, Kassel y Leipzig, 1954-2000.
Todos los textos introductorios a las obras, los textos «Profundización en la obra» así como los «Comentarios teológico-musicales» fueron escritos por Dr. Anselm Hartinger, el Rev. Niklaus Peter así como el Rev. Karl Graf bajo consideración de las siguientes obras de referencia: Hans-Joachim Schulze, «Die Bach-Kantaten. Einführungen zu sämtlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs», Leipzig, segunda edición, 2007; Alfred Dürr, «Johann Sebastian Bach. Die Kantaten», Kassel, novena edición, 2009, y Martin Petzoldt, «Bach-Kommentar. Die geistlichen Kantaten», Stuttgart, tomo 1, segunda edición,  2005 y tomo 2, primera edición, 2007.

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