Mache dich, mein Geist, bereit
BWV 115 // para el vigesimosegundo domingo después de la Trinidad
(Prepárate, alma mía) para soprano, contralto, tenor y bajo conjunto vocal, traverso, oboe d’amore, corno, violoncello piccolo, cuerdas y bajo continuo
Das Werk im Kirchenjahr
Komponiert für
Weitere Werke zu diesem Anlass
Perikopen zum Sonntag
Perikopen spiegeln die biblischen Lesungen des jeweiligen Kirchensonntags wider, für den J. S. Bach komponierte. Weitere Infos zu Perikopen
Ach, Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm! Herr, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, Herr, denn meine Gebeine sind erschrocken, und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach du, Herr, wie lange? Wende dich, Herr, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen!
Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke (welches ich allezeit tue in allem meinem Gebet für euch alle, und tue das Gebet mit Freuden), über eure Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage bis hierher, und bin desselben in guter Zuversicht, dass, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, dass ich dermassen von euch allen halte, darum dass ich euch in meinem Herzen habe in diesem meinem Gefängnis, darin ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt von Herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich, dass eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung, dass ihr prü- – s i t a t i n i r T e g a t n n o s 189 fen möget, was das Beste sei, auf dass ihr seid lauter und unanstössig auf den Tag Christi, erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen in euch zu Ehre und Lobe Gottes.
Darum ist das Himmelreich gleich einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er’s nun nicht hatte, zu bezahlen, liess der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: «Herr, habe Geduld mit mir; ich will dir’s alles bezahlen.» Da jammerte den Herrn des Knechtes, und er liess ihn los, und die Schuld erliess er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an und würgte ihn und sprach: «Bezahle, was du mir schuldig bist!» Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: «Habe Geduld mit mir; ich will dir’s alles bezahlen.» Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis dass er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: «Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe?» Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis dass er alles bezahlte, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler. 190
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Taller introductorio
Reflexión
Coro
Soprano
Jennifer Ribeiro Rudin, Simone Schwark, Susanne Seitter, Noëmi Sohn Nad, Olivia Fündeling, Anna Walker
Contralto
Jan Börner, Antonia Frey, Katharina Jud, Misa Jäggin, Lea Scherer
Tenor
Clemens Flämig, Achim Glatz, Raphael Höhn, Walter Siegel
Bajo
Fabrice Hayoz, Daniel Pérez, Philippe Rayot, Oliver Rudin, Tobias Wicky
Orquesta
Dirección
Rudolf Lutz
Violín
Plamena Nikitassova, Lenka Torgersen, Christine Baumann, Dorothee Mühleisen, Ildikó Sajgó, Christoph Rudolf
Viola
Martina Bischof, Sarah Krone, Katya Polin
Violoncello
Maya Amrein, Daniel Rosin
Violoncello piccolo
Balázs Máté
Violone
Markus Bernhard
Oboe d’amore
Katharina Arfken
Fagot
Dana Karmon
Traverso
Marc Hantaï
Corno
Olivier Picon
Órgano
Nicola Cumer
Cémbalo
Jörg Andreas Bötticher
Director musical
Rudolf Lutz
Taller introductorio
Participantes
Karl Graf, Rudolf Lutz
Reflexión
Orador
Markus Wild
Grabación y edición
Año de grabación
20.10.2016
Lugar de grabación
Trogen AR (Schweiz) // Evangelische Kirche
Ingeniero de sonido
Stefan Ritzenthaler
Dirección de grabación
Meinrad Keel
Gestión de producción
Johannes Widmer
Producción
GALLUS MEDIA AG, Suiza
Productora ejecutiva
Fundación J.S. Bach, St. Gallen (Suiza)
Libretista
Textos n.° 1, 6 y inicio de of N.° 4
Johann Burchard Freystein, 1695
Textos n.° 2–5
Arreglista desconocido
Primera interpretación
Decimosegundo domingo después de la Trinidad,
5 de noviembre de 1724
Texto de la obra y comentarios teológico-musicales
1. Choral
Mache dich, mein Geist, bereit,
wache, fleh und bete,
daß dich nicht die böse Zeit
unverhofft betrete;
denn es ist
Satans List
über viele Frommen
zur Versuchung kommen.
2. Arie (Alt)
Ach schläfrige Seele, wie? ruhest du noch?
Ermuntre dich doch!
Es möchte die Strafe dich plötzlich erwecken
und, wo du nicht wachest,
im Schlafe des ewigen Todes bedecken.
3. Rezitativ (Bass)
Gott, so vor deine Seele wacht,
hat Abscheu an der Sünden Nacht;
Er sendet dir sein Gnadenlicht
und will vor diese Gaben,
die er so reichlich dir verspricht,
nur offne Geistesaugen haben.
Des Satans List ist ohne Grund,
die Sünder zu bestricken;
brichst du nun selbst den Gnadenbund,
wirst du die Hilfe nie erblicken.
Die ganze Welt und ihre Glieder
sind nichts als falsche Brüder;
doch macht dein Fleisch und Blut hiebei
sich lauter Schmeichelei.
4. Arie (Sopran)
Bete aber auch dabei
mitten in dem Wachen!
Bitte bei der großen Schuld
deinen Richter um Geduld,
soll er dich von Sünden frei
und gereinigt machen!
5. Rezitativ (Tenor)
Er sehnet sich nach unserm Schreien,
er neigt sein gnädig Ohr hierauf;
wenn Feinde sich auf unsern Schaden freuen,
so siegen wir in seiner Kraft:
indem sein Sohn, in dem wir beten,
uns Mut und Kräfte schafft
und will als Helfer zu uns treten.
6. Choral
Drum so laßt uns immerdar
wachen, flehen, beten,
weil die Angst, Not und Gefahr
immer näher treten;
denn die Zeit
ist nicht weit,
da uns Gott wird richten
und die Welt vernichten.

