Psalm 38, 2–4; 22–23

Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm. Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Drohen und ist kein Fried in meinen Gebeinen vor meiner Sünde. – Verlass mich nicht, Herr! Mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!

1. Korinther 9, 24 – 10, 5: Wettlauf um den Sieg

Wisset ihr nicht, dass die, so in Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlangt das Kleinod? Laufet nun also, dass ihr es ergreifet! Ein jeglicher aber, der da kämpft, enthält sich alles Dinges; jene also, dass sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streicht; sondern ich betäube meinen Leib und zähme ihn, dass ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, dass unsre Väter sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen und sind alle auf Mose getauft mit der Wolke und dem Meer und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden niedergeschlagen in der Wüste.

Matthäus 20, 1–16: Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markte müssig stehen und sprach zu ihnen: «Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist.» Und sie gingen hin. Abermals ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat gleichalso. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müssig stehen und sprach zu ihnen: «Was stehet ihr hier den ganzen Tag müssig?» Sie sprachen zu ihm: «Es hat uns niemand gedingt.» Er sprach zu ihnen: «Gehet auch ihr hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch werden.» Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: «Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und heb an an den letzten bis zu den ersten.» Da kamen, die um die elfte Stunde gedingt waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie ihn empfingen, murrten sie wider den Hausvater und sprachen: «Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben.» Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: «Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht, zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehst du darum scheel, dass ich so gütig bin?» Also werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.

Werke zu dieser Perikope: